Zum Ende des Schuljahrs erklärt die Grüne Jugend Rheinland – Pfalz:

Mainz am 16.07.2003

Wie in den vergangenen Jahren werden auch dieses Jahr wieder 15.000 Schülerinnen und Schüler das Schuljahr wiederholen müssen.

„Eine Klassenwiederholung ist für Schülerinnen und Schüler und ihre Familien eine große Belastung. Wer den Ansprüchen der Lehrer und der Schule nicht genügt muss in einem neuen sozialen Umfeld und mit nochmals höherem Noten- und Erfolgsdruck umgehen,“ erklärt Heiner Schiemann (Kollig), Beisitzer im Landesvorstand der Grünen Jugend Rheinland- Pfalz

Vielmehr müssen Lehrer gerade die schwächeren Schüler unterstützen.

„Wir wollen keine Auslese, sondern eine Förderkultur“ erläutert Felix Schmitt (Rhein-Lahn), Landesvorstandssprecher der Grünen Jugend RLP.

Viele Gruppen und Verbände, darunter die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), der Bundeselternrat und die LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz schließen sich dieser Meinung an und fordern ebenfalls die Abschaffung des „Sitzenbleibens“.

Konzepte dazu werden bereits in den Bundesländer Bayern, Schleswig –Holstein und Niedersachsen erarbeitet.

Und das aus gutem Grund: Die PISA Spitzenreiter Finnland und Schweden lassen schon lange keine  SchülerInnen wiederholen und fördern im Gegenzug jeden einzelnen.

Auch angesichts der engen Haushaltslage macht die Forderung Sinn:

„Wenn 15.000 Schüler jährlich das Schuljahr wiederholen müssen kostet das die rheinland-pfälzischen Steuerzahler, vorsichtig gerechnet, 30 Millionen Euro“ rechnet Schiemann vor.

Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND RHEINLAND-PFALZ die Bildungsministerin Doris Ahnen auf, Klassenwiederholungen abzuschaffen. Gleichzeitig muss ein Konzept erarbeitet werden, damit Schülerinnen und Schüler individueller gefördert werden.

Für Rückfragen zur Verfügung steht der Pressesprecher der Grünen Jugend, Heiner Schiemann (0160/91052085)