Pressemitteilung 19/2010

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz kritisiert Volker Kauders Äußerungen in einem Frankfurter Rundschau- Interview vom 19.12.2010 scharf.

Die Landesvorstandssprecherin der Grünen Jugend RLP, Ann Kristin Pfeifer, erklärt dazu: „Es ist wirklich unglaublich, wie sehr Kauder die Lebensrealität von Millionen BundesbürgerInnen verkennt und diesen Menschen auch noch unterstellt, dass ihre Kinder nicht glücklich seien.Studien [1] von namhaften Instituten zeigen, dass Kinder in Familien mit homosexuellen Eltern sich genauso gut entwickeln wie Kinder in Familien mit heterosexuellen Eltern. Dieses Interview ist nur ein weiterer Beweis dafür, wie weit die Union von den gesellschaftlichen Realitäten der Bevölkerung entfernt ist.

Die Grüne Jugend tritt vehement für ein tolerantes und offenes Deutschland ein, in dem jede Familienform und jeder Lebensentwurf die gleichen Rechte und Pflichten besitzt. Es kann nicht sein, dass Regenbogenfamilien in Deutschland immer noch politisch unerwünscht sind, obwohl es für so viele Alltag ist. Wichtig ist für Kinder nur, dass ihre Eltern sie lieben und nicht, welche Sexualität und sexuelle Ausrichtung diese haben.“

Weiter führt Sebastian Hebler, Landesvorstandssprecher der Grünen Jugend aus: „Dieses ‚Kauder-Welsch‘ ist ein Schlag in das Gesicht all derer, die ihre Kinder zu glücklichen, verantwortungsvollen Menschen erziehen und dafür tagtäglich struktureller und instutioneller Diskriminierung ausgesetzt sind. Wir fordern Volker Kauder auf, diese Äußerung zurückzunehmen und hoffen, dass die „Lesben und Schwulen in der Union“ das Gespräch mit Kauder suchen werden.“

[1] z.B. http://www.sueddeutsche.de/leben/homosexuelle-familien-glueckliche-regenbogenkinder-1.156431