Pressemitteilung 12/2011 der GRÜNEN JUGEND RLP

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz unterstützt die Bestrebungen von Landesregierung und Umweltschutzorganisationen, bis 2030 die gesamte Stromversorgung des Landes aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Auf ihrer Landesmitgliederversammlung sprach sich die junggrüne Basis dafür aus, dass diese Energiewende jedoch drei Bedingungen zu erfüllen habe: Sie muss demokratisch, ökologisch und sozial gestaltet werden. Energieversorger, Politik und VerbraucherInnen werden aufgefordert, sich stärker an diesem Umbau zu beteiligen. „Neben dem schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie fordern wir eine umfassende Restrukturierung der gesamten Energieversorgung“, erklärt Sprecherin Sophia S.

„Dieses Vorhaben kann nicht einfach mit Zwangsinstrumenten von obenherab diktiert werden“, erläutert Sprecher Jan Stich, „bei diesem wichtigen Projekt müssen wir die gesamte Bevölkerung mitnehmen. Die Politik auf allen Ebenen von Kommune bis Bund ist aufgefordert, an klugen Förderprogrammen zu arbeiten.“ Eine stärkere finanzielle Belastung bei den sozial schwächsten Teilen der Bevölkerung sei dabei nicht hinzunehmen. „Eine Rekommunalisierung der Energieversorgung würde nicht nur die Quasi-Monopolstellung der großen vier Energieversorger brechen“, erklärt Stich, „sondern bietet auch echte Chancen für eine Wiederbelebung der Demokratie auf Orts- und Kreisebene.“

Dabei kann sich die Jugendorganisation eine regenerative Energieumwandlung auch in Naturschutzgebieten vorstellen. Der wichtige Schutz von Flora und Fauna darf dabei jedoch nicht beeinträchtigt werden. Da CO2 keine Grenzen kennt, dürfen die Bemühungen jedoch nicht einfach an den Landes- oder Bundesgrenzen enden. „Wir helfen dem Planeten leider nicht, wenn wir die Verschmutzungsrichtlinien an die Industrie hier in Deutschland so scharf formulieren, dass die
verbliebene Produktion in Teile der Erde abwandert, in denen wenig bis keine Beschränkungen bestehen“, mahnt Sophia S. und fordert die Bundesregierung auf, sich stärker für ein Umdenken in Europa und der Welt einzusetzen.

Der vollständige Beschluss kann hier heruntergeladen werden.