***Pressemitteilung, GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz 04.04.2015***

Der Atomwaffensperrvertrag verpflichtet seit 1996 alle
Unterzeichnerstaaten zu einer vollständigen nuklearen Abrüstung.
Deutschland verzichtet bereits seit 1991 auf eine Herstellung, den
Besitz und die Verfügungsgewalt von atomaren Waffen. Trotzdem gestattet
die Bundesregierung die Lagerung von amerikanischen Nuklearwaffen im
Fliegerhorst Büchel.
Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert den vollständigen und
sofortigen Abzug aller Nuklearwaffen in Büchel und ein stärkeres
Engagement gegen jede Art von Atomwaffen weltweit.

Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, argumentiert:
„Gerade mit Blick auf die erst kürzlich zu Ende gebrachten Verhandlungen
zum iranischen Atomprogramm, ist es eine Scheinheiligkeit, dass in
Büchel immer noch 20 Atomsprengköpfe lagern und die Bundesregierung
Tornado-Kampfflugzeuge zu deren Abwurf bis 2024 einsatzbereit halten
will. Dies widerspricht eindeutig den abgeschlossenen Verträgen.“
Nicht nur werden die Nuklearwaffen weiterhin gelagert, die
Bundesregierung finanziert auch die Modernisierung des Waffenlagers mit
Millionenbeträgen mit, ohne dass es Verhandlungen mit der US-Regierung
zu einem „Lebensdauerverlängerungsprogramm der US-amerikanischen
Atombomben“ gegeben hätte.

Felizitas Boie, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz ergänzt:
„Als pazifistische Jugendorganisation sehen wir Deutschland und Europa,
mit historischen Erfahrungen von Krieg und Massenvernichtung, in der
Verantwortung eine wirkliche Friedenspolitik zu betreiben und sich von
amerikanischen Kernwaffen zu befreien. Die NATO stellt in unseren Augen,
genau wie die Aggressionen der russischen Politik, eine Gefahr für den
Frieden dar. Ihre Logik ist im Kalten Krieg stecken geblieben und sie
verfolgt einseitige Interessen mit militärischen Mitteln. Außerdem setzt
sie weiterhin auf eine Abschreckungspolitik durch Kernwaffen.“

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz ruft deshalb zu einer breiten
Beteiligung der Bevölkerung an den Protesten gegen die Lagerung von
Atomwaffen im Fliegerhorst Büchel auf. Am 6. April findet ein
Montagsmarsch statt und das Aktionsbündnis „Büchel65“ ruft zu
gewaltfreien Blockadeaktionen auf.