Zum Weltfrauentag äußert sich Misbah Khan, Gleichstellungsbeauftragte der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz: „Tagtäglich wird das Geschlecht zum Auswahlkriterium über Gehalt, Arbeitsmarkt- und Aufstiegschancen.Traditionelle Geschlechterhierarchien, die den Mann als Haupternährer und die Frau als Pflege-, Haushalts- oder Kinderbetreuungskraft sehen, müssen abgebaut werden! Wir wollen stattdessen eine Vielzahl von Lebensentwürfen ohne Rollenzwänge. Damit einher geht die Foderung nach gleichberechtigter Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen wie Geld, Zeit, Raum, Arbeit und Versorgung.“

Gender-Mainstreaming ist der Leitgedanke, der als Instrument zur Herstellung der gleichberechtigeten Teilhabe dienen soll. Als Gender wird das soziokulturelle Geschlecht bezeichnet, welches ausschließlich gesellschaftlich geprägt wird. Gender-Mainstreaming hat dabei zum Ziel, die Geschlechterperspektive in alle politischen Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und gesellschaftliche Vorhaben auf Geschlechtergleichstellung zu prüfen.

Misbah Khan dazu: „Wir brauchen einen Ausbau von Mentoring-Projekten im Bereich Schule, Studium, Ausbildung und Beruf. Aber eine Stärkung der Position von Frauen und Mädchen muss auch durch gesetzliche Regelungen erfolgen. Wir fordern ein Entgeldgleichheitsgesetz, um die bestehenden Lohndifferenzen aufzuheben. Außerdem braucht es eine flexible Arbeitszeiteneinteilung und eine weitere Föderung der Elternteilzeit für Männer, welche immer stärker genutzt wird.“

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz plädiert neben der Lohngleichheit für eine Gesellschaft frei von Sexismus. Wichtig dafür ist das Einbringen gendersensibler Sprache und eine erhöhte Empfindsamkeit für Geschlechterdiskriminierung. Geschlechterdiskriminierung ist die Ursache für systematischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die sich in sexueller Gewalt, in sexueller Belästigung sowie emotionaler und psychischer Gewalt äußert.

Misbah Khan abschließend: „Die GRÜNE JUGEND RLP fordert die Verfolgung von häuslicher Gewalt, denn sexuelle Misshandlung, Körperverletzung und Morddrohungen bleiben auch dann Verbrechen, wenn sie vom eigenen Lebenspartner/von der eigenen Lebenspartnerin verübt werden.“