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Anlässlich der angekündigten Preissteigerungen der öffentlichen Verkehrsmittel zum Fahrplanwechsel am 15.12.2013 erklärt die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz:


Als GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz stehen wir für ökologische und ressourcenschonende Fortbewegungsmittel. Vordergründig ist dabei die Forderung nach kostenlosem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Der ÖPNV soll gemeinschaftlich finanziert werden und für alle ohne Ticket nutzbar sein. Durch die Einbeziehung aller fällt der Beitrag entsprechend niedrig aus. Für einen zusätzlichen sozialen Ausgleich kann durch den Erlass des Beitrags für bestimmte Gruppen gesorgt werden.

Vor allem ist aber auch der Ausbau des ÖPNV in den Städten und auf dem Land zur Vermeidung des Autoverkehrs unabdingbar. Das Netz muss ausgebaut werden, insbesondere Busse müssen öfter und auch nachts oder am Wochenende fahren und Taktfrequenzen sind zu erhöhen. Dabei soll darauf geachtet werden, Bus und Bahn gut aufeinander abzustimmen, dass nicht unnötige Wartezeiten entstehen und Anschlussverbindungen zuverlässig erreicht werden können. Für viele Jugendliche sind schlechte oder fehlende Bus- und Bahnverbindungen ein Hinderungsgrund – sie können sich schlechter politisch beteiligen, weniger Kulturangebote wahrnehmen und sind immer auf ihre Eltern angewiesen.


Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz erklärt: „Bei der geplanten Ausweitung des Rheinland-Pfalz-Takts bis 2015 ist zwar bereits eine Steigerung des Angebots von 20% vorgesehen und es werden viele wichtige Projekte in Rheinland-Pfalz verwirklicht, aber wir sehen dies nur als Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen ein ÖPNV-Konzept, welches ein persönliches Auto überflüssig macht und allen Menschen zugänglich ist.“


Lisa Diehl, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz ergänzt: „Rheinland-pfalz- und auch bundesweit gibt es noch sehr viele Orte, die über eine schlechte bis nicht vorhandene ÖPNV-Anbindung verfügen. Während Andere den Ausbau des Straßenverkehrsnetzes vorantreiben und so auch die Folgekosten in die Höhe, setzen wir uns für umweltschonende und nachhaltige Alternativen ein. Das umfasst insbesondere auch den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur und Vorrang für Fußgänger*innen, Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel. Desweiteren fordern wir einen ÖPNV für Alle, ohne Unterteilung in erste und zweite Klasse. Nach Angaben des VRR bringt der 1. Klasse-Zuschlag nur 0.2% der gesamten Einnahmen.“