…diese doch recht offenkundige Tatsache, wird jedoch von den meisten Menschen im Westen gerne totgeschwiegen. Viele „Westler“ verweisen gerne darauf, dass es im Osten ja nur deshalb so viele Nazis gebe, weil die „Ossis“ ja über 50 Jahre im Sozialismus gelebt und nie wirkliche Demokratie erlebt haben. Die hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven für die Jugendlichen, würden diese in die Arme der Rechten treiben.
Dabei wird jedoch immer wieder vergessen, dass die NPD im Westen entstanden ist, es dort 1969 fast in den deutschen Bundestag geschafft hätte und maßgeblich dafür verantworlich ist, dass die freien Kamderadschaften in Ostdeutschland entstehen konnten. Die Studie der Friedrich Ebert Stiftung hatte zudem ergeben, dass die meisten Menschen mit antisemitischen Ressentiments aus Bayern kommen.

Aber dies schien schnell wieder vergessen, als die Ereignisse aus Mügeln die Runde machten.

In Rheinland-Pfalz gab es jedoch einen ähnlichen Vorfall, wie heute bekannt wurde.

GuntersblumHetzjagd auf Afrikaner bei Weinfest

Jetzt hat es auch in Rheinland-Pfalz einen schweren Übergriff auf Ausländer gegeben: Auf dem Kellerwegfest in Guntersblum bei Mainz sind zwei Afrikaner bedroht, geschlagen und einer der beiden schwer verletzt worden. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) verurteilte die Tat.

Den gesamten Artikel findet Mensch hier: SWR Nachrichten..

Die Frage ist, wann die Politik begreift, dass Rechtsradikalismus kein ostdeutsches Phänomen ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Update: Jetzt berichtet auch der Spiegel über die Vorfälle:

Guntersblum – Der Angriff passierte bereits am vergangenen Sonntag, wurde aber erst heute bekannt. Wie der Mainzer Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach mitteilte, wurden ein Sudanese und ein Ägypter bei einem Weinfest in Guntersblum bei Mainz von drei Rechtsradikalen schwer verletzt.

Aus ermittlungstaktischen Gründen sei die Öffentlichkeit erst jetzt von dem Vorfall informiert worden. Mit den Worten „Wir machen die Neger platt“ seien drei Männer aus einer sechsköpfigen Gruppe auf die beiden Afrikaner losgegangen. Zunächst habe der 26-jährige Haupttäter versucht, mit einem Karate-Sprung den Sudanesen zu treten. Als ihm dies misslungen sei, habe er auf den ebenfalls 26 Jahre alten Afrikaner eingeprügelt und ihm eine Weinflasche auf den Kopf geschlagen, so dass diese zerbrach.