Pressemitteilung 27/2007 der GRÜNEN JUGEND RLP

Letzter Platz für Rheinland-Pfalz beim Klimaschutz – Die Richtung stimmt nicht, Frau Conrad!

Laut einer von der Zeitschrift „Geo“ herausgegebenen Studie belegt Rheinland Pfalz auf dem Gebiet des Klimaschutzes den letzten Platz aller deutschen Bundesländer. Dies macht deutlich, wie beschönigend der dieses Jahr von der Landesregierung vorgestellte Energiebericht ist, in dem Umweltministerin Conrad die sinkenden CO2-Emissionen lobt und bescheinigte: „Die Richtung stimmt.“ Ihr zufolge brauche man nur „mehr Dynamik“.

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert Landesregierung und Kommunen auf, als dynamische Maßnahme die geplanten Kohlekraftwerke in Mainz und Trier zu verhindern, sowie die ÖPNV-Preise drastisch zu senken.

Für das schlechte Abschneiden im Bundesvergleich ist vor allen Dingen die hohe Autodichte und der damit verbundene Kraftstoffverbrauch verantwortlich. „Gerade in einem Bundesland mit ländlichen Strukturen, wie Rheinland-Pfalz eines ist, sind preisgünstige öffentliche Verkehrsmittel sowie ein gut ausgebautes und aufeinander abgestimmtes öffentliches Verkehrsnetz ein Muss. Wird hier nicht konsequent gehandelt, darf man sich nicht wundern, dass Bus und Bahn für die Menschen keine Alternative zum Auto darstellen“, so Anna Weiß, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Die einzigen Stärken von Rheinland-Pfalz liegen laut Studie im hohen Anteil erneuerbarer Energien. Auf diesem Gebiet liegt das Land sogar auf Platz drei. Doch geht es nach der Landesregierung, wird Rheinland-Pfalz mit den geplanten Kohlekraftwerken auch auf diesem Gebiet weit zurückfallen. Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert daher das Ende der Kohlesubventionierung und einen intelligenten Mix aus erneuerbaren Energien.