Pressemitteilung 24/2008 der Grünen Jugend RLP

GRÜNE JUGEND kritisiert die Rheinland-Pfälzische Landesregierung

Änderungen des Schulgesetzes sind nötig, gehen aber nicht weit genug

„Mit der Bildungsreform, die Ministerin Ahnen vorlegt, wird aus einer drei Klassen Gesellschaft eine zwei Klassen Gesellschaft zusammengezimmert“, so Pia Schellhammer, Landesvorstandssprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

„Wir fordern gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler und das bis zur mittleren Reife.“ Die SPD muss ihre Landtagsmehrheit nutzen, um ihre eigene Forderung nach längerem gemeinsamen Lernen auch mutig umzusetzen.

 

„Die Schulen sind die Basis der Gesellschaft, in ihnen lernen und entwickeln sich die zukünftigen Generationen, von denen ganz selbstverständlich erwartet wird, dass sie später am politischen Leben teilnehmen werden. Wie aber kann ein Schulwesen, das auf Klassen, strikte Lehrpläne und immer noch hauptsächlich Frontalunterricht setzt vermitteln, was es heißt Eigeninitiative zu ergreifen, selbstständig zu werden und einen eigenen politischen Standpunkt zu entwickeln?“, erklärt Schellhammer weiter.

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert in diesem Zusammenhang die Auflösung der Klassenverbände, kurzfristig jedoch die drastische Reduzierung der SchülerInnenanzahl in allen Klassen, nicht nur in denen der Orientierungsstufe der „Realschule+“.

Des weiteren fordert die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz bessere Mitwirkungsrechte der SchülerInnen. „Es kann nicht dabei bleiben, dass SchülerInnen nun ein Anwesenheitsrecht im Schulträgerausschuss
eingeräumt wird. Wir brauchen echte Mitbestimmung und fordern daher auch das Stimmrecht für Schülerinnen und Schüler“, so Schellhammer abschließend.