Pressemitteilung 8/2009 der GJ RLP

GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert ein Ende des Atomkraft-Wahnsinns

An diesem Wochenende gedenken wir der Opfern des Reaktorunfalls in Tschernobyl. Vor 23 Jahren explodierte der Reaktor und noch heute leiden Menschen an den Spätfolgen der Strahlenbelastung. Erhöhte Leukämie- und Schilddrüsenkrebsraten, vermehrtes Auftreten von Totgeburten und Missbildungen zeigen die enormen Auswirkungen des Super-GAUs. Dass Strahlung nicht vor nationalen Grenzen halt macht, zeigten die strahlenbelasteten Pilze und Milchprodukte in Deutschland. „Wir müssen auf internationaler Ebene die Abschaltung der AKWs durchsetzen und der Bevölkerung die Risiken wieder in Erinnerung rufen – dafür setzen wir uns in Rheinland-Pfalz anlässlich des Gedenktags ein. Wir müssen uns
bewusst machen, dass es keine sichere Technik gibt und daher als logische Konsequenz die Atomkraft ablehnen“, sagt Joel Kaufmann, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Der Super-GAU wurde tagelang geheimgehalten, die Öffentlichkeit viel zu spät aufgeklärt. Auch heute werden Störfälle oft verschwiegen oder heruntergespielt. „Von einem Reaktorunfall sind mehrere hunderttausend Menschen direkt betroffen, viele werden leiden und sterben – der Zynismus der Energieriesen und ihrer Lobbygruppen muss endlich als
solcher enttarnt werden!“, fordert Joel Kaufmann. „Es ist eine absolute Lüge der Energiekonzerne, Atomkraft sei eine saubere und günstige Lösung. Die Kosten der Endlagerung – deren Frage immer noch nicht geklärt ist – werden die kommenden Generationen endlos belasten. Und wie kann eine Energiegewinnung ’sauber‘ sein, die zu solchen Verseuchungen führt, wie in Tschernobyl?“

Die GRÜNE JUGEND fordert: Heute der Opfer gedenken – morgen handeln: Atomkraft abschaffen! Ein Ende der Atomlüge!