GRÜNE JUGEND zu PISA 2 – oder „in unseren Schulen geht was schief“
Länger gemeinsam lernen – Schule als Lebensfeld begreifen

Wie vorzeitig bekannt wurde sind die zentralen und wichtigsten Aussagen der zweiten PISA-Studie nichts Neues. Unsere Schulen leisten zum einen zu wenig an individueller Förderung. Zweitens ist unser Schulsystem massiv sozial ungerecht. Trotz großer Reden der Kultusministerinnen und -minister, hat sich nichts geändert.

Daraus zieht Daniel Köbler (Mainz), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland- Pfalz, folgendes Fazit: „Das stark selektierende dreigliedrige Schulsystem ist lange überholt! Wir brauchen eine bundesweite Reform der Schulstruktur hin zu einer rhythmisierten ganztägigen Gesamtschule. Diese ‚Schule für alle‘ bietet ein längeres gemeinsames Lernen mit einer verbesserten individuellen Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Die Frage der Schulstruktur muss endlich bundesweit gestellt werden und nicht mit fadenscheinigen Argumenten, wie die Ideologiebehaftung, abgoblockt werden.“

Die GRÜNE JUGEND ist sich sicher, dass eine Reform der Schulstruktur alleine nicht ausreicht. Köbler ergänzt: „ Wir brauchen aber auch eine neue Schulkultur, eine Schule, in die Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehre gerne gehen. Wir brauchen eine Schule, die sich nicht als reine Wissensvermittlungsinstitution, sondern als Lebensfeld begreift.“

Die GRÜNE JUGEND fordert die Landesregierung auf, Mut zu beweisen, die Schule grundlegend neu zu denken, die Dreigliedrigkeit zu überwinden und endlich auch mal an die vielen Schülerinnen und Schüler zu denken, deren Zukunft täglich durch das schlechte Schulsystem verspielt werden.