Die neue Synagoge in Mainz. Quelle: de.wikipedia.org

Pressemitteilung 15/2010

In der Nacht vom Samstag, dem 30. Oktober 2010, auf Sonntag, den 31. Oktober 2010 fand ein Angriff mit einem Brandsatz auf die neue Synagoge in Mainz statt. Das molotowcocktail-ähnliche Geschoss ist glücklicherweise an einem Baum abgebrallt, wodurch kein Schaden an der Synagoge selbst entstehen konnte. Die Grüne Jugend verurteilt diesen antisemitischen Akt zutiefst und erinnert an den Brandanschlag auf die Synagoge in Worms im Mai dieses Jahres.

Sebastian Hebler, Landesvorstandssprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, erklärt dazu: „Der Anschlag auf die neue Synagoge in Mainz ist zutiefst zu verurteilen! Er ist ein Zeichen dafür, dass antisemitische Kräfte in Mainz und Umgebung nicht zu unterschätzen sind, was schon der Anschlag auf die Wormser Synagoge im Mai diesen Jahres gezeigt hat. Diese Gewalteskalation ist nicht hinzunehmen; Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung müssen in der Gesellschaft bekämpft werden!“

Ann Kristin Pfeifer, Landesvorstandssprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz führt dazu weiter aus: „Die Neueröffnung der Synagoge war ein wunderbares Zeichen für Vielfalt und Respekt unter den Menschen. Diese feige Attacke war ein Zeichen des Hasses, gegen die wir vorgehen müssen. Wir müssen mit all unserer Kraft für Demokratie, Toleranz und Religionsfreiheit eintreten! Am 09. November, in einer Woche, ist der Gedenktag an die Reichspogromnacht und überall im Land werden Gedenkveranstaltungen stattfinden. Wir rufen dazu auf, an Mahnwachen und anderen
Veranstaltungen teilzunehmen und dadurch Entschlossenheit gegen Hass und Antisemitismus zu zeigen – für Toleranz und Respekt!“