GRÜNE JUGEND: Solidarität mit protestierenden Studierenden –
Soziale Bildungshemmnisse nicht weiter verstärken

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz ist erfreut darüber, dass Bündnis 90/ Die Grünen Rheinland-Pfalz die bundesweit protestierenden und „streikenden“ Studierenden unterstützen. Ein entsprechender Antrag wurde auf dem Landesparteitag am Sonntag mit überwältigender Mehrheit angenommen.

„Bereits heute gibt es einen Mangel an HochschulabsolventInnen und es zeichnet sich ab, dass sich dieser in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Dieser bedenklichen Entwicklung muss Rechnung getragen werden und verstärkt in die Zukunft unserer jungen Generation investiert werden“, erklärt Daniel Köbler (Mainz), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Insbesondere die Einführung von Studiengebühren lehnt die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz ab. „Studiengebühren zementieren die bestehenden sozialen Bildungshemmnisse. Diese gilt es aber durch eine Öffnung des Bildungssystems aufzubrechen, um Chancengleichheit und einen umfassenden gesellschaftlichen Fortschritt zu gewährleisten“, erläutert Laura Bauer (Worms), Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Entgegen wissenschaftlicher Studien (wie der OECD-Studie oder der PISA-Studie), die zu geringe Investitionen in Bildung und einen Akademikermangel in Deutschland konstatieren, kürzen vor allem unionsgeführte Bundesländer Hochschuletats zusammen und führen Studiengebühren ein. Die personelle, materielle und räumliche Ausstattung vieler Hochschulen ist eine Katastrophe. Dies führt zwangsläufig zu einer Verlängerung der Studiendauer.

Auch in Rheinland-Pfalz gab es im Haushaltsansatz 2004 30 Millionen Euro weniger gegenüber dem Jahr 2002 für den Bereich der Hochschulen. Innerhalb nur eines Jahres ist die Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge von 20 auf 76 angestiegen ist. Während die Zahl der Studierenden in Rheinland-Pfalz stetig ansteigt, müssen die Hochschulen auf Grund der Sparmaßnahmen der Landesregierung im Hochschulbereich ihre Seminarangebote zurückfahren. Viele Studierende beklagen als eine Folge der Sparmaßnahmen überfüllte Hörsäle und Seminarräume.

„Wir unterstützen die Studierendenvertretungen in Rheinland-Pfalz, die sich weiterhin engagiert gegen das Studienkontenmodell und die Kürzungen an den Hochschulen einsetzen!“ erklärt das SprecherInnen-Duo abschließend.