Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Saar
GRÜNE JUGEND Saar solidarisiert sich mit Trierer Studierenden

Die Grüne Jugend Saar begrüßt die Studierendenproteste in Trier und erklärt sich solidarisch mit ihnen.  Die katastrophalen Studienbedingungen an der Universität Trier sind unerträglich und nicht hinzunehmen.
“ Die Uni platzt aus allen Nähten. Seminare, Vorlesungen und Übungen sind völlig überfüllt. Der Weg zur Uni ist ein einziges Abenteuer und kann 1-2 Stunden in Anspruch nehmen, weil die Busse heillos überfüllt sind. Viele neue Studierende haben noch immer keine Wohnung gefunden, wohnen bei FreundInnen oder in Herbergen.  Das sind unglaubliche Zustände.“ So Kathrin Baltes, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Saar und selbst Studentin in Trier.

Weder die Stadt Trier noch das Bildungsministerium sind sich ihrer Verantwortung bewusst.  Die Studienbedingungen in Trier und an vielen weiteren Universitäten im Bundesgebiet sind allerdings keine vorrübergehende Erscheinung, sondern die direkte und „logische Folge eines sozial selektiven und strukturell unterfinanzierten Bildungssystems.“ (Resolution) Studiengebühren sind in diesem€ Zusammenhang keine Lösung, sondern verschärfen das Problem. 
Seit Jahren wird im Bildungssektor gekürzt und gespart. Die Rechnung dieser fatalen Politik bekommen die StudentInnen bundesweit nun als erste direkt zu spüren.  “ Wir StudentInnen sind nur die Spitze des Eisberges. Wenn nicht unmittelbar etwas geschieht, dann sieht es für dieses Land sehr düster aus. Ein Land, dass nicht mehr willens ist in seine eigene Zukunft, und das ist hauptsächlich Bildung, zu investieren, hat sich sein eigenes Grab geschaufelt.“  So Kathrin Baltes weiter.

Wir fordern daher den Asta der Universität des Saarlandes auf es uns gleich zu tun und sich mit den Studierenden in Trier und ihrem Protest solidarisch zu erklären.  Weiterhin fordern wir den Asta und die gesamte Studierendenschaft an der Universität des Saarlandes auf sich weiteren länderübergreifenden Protestaktionen anzuschließen und aktiv mitzugestalten. Es handelt sich hier nicht um ein Problem, das die Uni Trier selbst zu lösen hat, sondern um ein grundlegendes Problem in unserer Bundesrepublik, das nur geschlossen bekämpft werden kann.