Pressemitteilung 13/2009

GRÜNE JUGEND RLP gegen ein Verbot von Paintball-Spielen {mosimage}

Die GRÜNE JUGEND RLP spricht sich gegen ein Verbot von Paintball-Spielen aus. Bei diesem Spiel schießen Menschen mit Farbkugeln aufeinander. Die tun zwar etwas weh, sind ansonsten aber ungefährlich. Das kann mensch von den Waffen, wie sie bei Schützenvereinen Verwendung finden, nicht gerade behaupten. Bei den Amokläufen der letzten Jahre waren es solche Waffen, mit denen die Täter Menschen erschossen. Nun sollen häufigere Kontrollen der WaffenbesitzerInnen dieser Gefahr entgegenwirken. Dabei soll dann die ordnungsgemäße Verwahrung der Waffen festgestellt werden. Ordnungsgemäß heißt dabei u.a., dass der/die WaffenbesitzerIn Sorge tragen muss, dass keine Unberechtigten an die Mordwerkzeuge herankommen. „Die PolitikerInnen der Großen Koalition finden es wohl enorm beruhigend, dass nur der mit dem Waffenschein an die Waffe herankommt. Und der würde ja nie seine Waffe gegen Menschen richten“, sagt Joel Kaufmann, kopfschüttelnder Sprecher der GRÜNEN JUGEND RLP. „Ich habe den Eindruck, manche Leute verwechseln Waffenschein mit Heiligenschein!“

 

Nun bekommt diese sogenannte Verschärfung des Waffengesetzes einen deutlichen Touch von Doppelmoral: Während einerseits das Schützenhobby keine wirkliche Beschränkungen erfährt, soll das ungefährliche Schießen mit Spielzeugwaffen verboten werden. „Die Waffenlobby argumentiert gerne mit Freiheitsrechten, wenn es um Waffenbesitz geht. Aber die Freiheitsrechte von Menschen, die gerne mit bunten Farbkugeln schießen, sind den Waffenbrüdern egal“, schimpft Joel Kaufmann. „Wir sind sehr für die Wahrung der individuellen Freiheit, aber genau bei Waffenbesitz hört diese Freiheit auf. Mit Farbkugeln können sich die Leute unsertwegen solange beschießen, wie es ihnen beliebt! Scharfe Waffen gehören jedoch nicht in Privatwohnungen!“