Pressemitteilung 5/2010

Zu der vor Kurzem auf WikiLeaks unter dem Titel „Collateral Murder“ veröffentlichten US-Militäraufnahme von 2007, auf der ein Angriff auf irakische Reporter, Zivilisten und Kinder in Neu Bagdad dokumentiert ist, erklärt Kai Lüke: „Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz ist empört über die Unmenschlichkeit und Brutalität, mit der die Soldaten bei diesem Angriff vorgehen. Die Iraker waren von den Helikoptern gut einsehbar und ihr Verhalten alltäglich und nicht auffällig. Die Identifizierung der Kamera als Waffe und das Erfinden weiterer Gründe zur Legitimation des Schießens sowie die Tatsache, dass die Ermordung als Gefecht bezeichnet wird, lassen erneut die Frage stellen, zu welchem Zweck dieser Krieg geführt wird. Das kalte Abschießen des Fahrzeuges, der Kinder und anderer Insassen, die einem Verwundeten helfen wollen, geschieht mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit und leichten Erheiterung, die jeglicher Moral entsagen. Angriff auf  ZivilistenDie Soldaten scheinen sich ihres Verbrechens nicht bewusst.“
Misbah Khan fügt hinzu: „Die Position der GRÜNEN JUGEND zu diesem Krieg sowie zu allen Kriegen hat sich nicht geändert. Wir hoffen, dass jetzt auch Befürworter des Kriegseinsatzes im Nahen Osten die Realität sehen und sich gegen weitere Angriffe, für die dieser dokumentierte Angriff steht, aussprechen. Die Opfer eines solchen Angriffes auf die Zivilbevölkerung sollen als diese anerkannt und demnach behandelt werden. Dass das verwundete Kind nicht zur schnellen Behandlung auf die gut ausgerüstete US-Station gebracht wurde, sondern auf ein irakisches Krankenhaus, bedingt durch eine verzögernde Übergabe an die Polizei, impliziert einen organisierten Rassismus. Die Wichtigkeit von WikiLeaks und einer freien und unzensierten Berichterstattung hat sich wieder einmal unter Beweis gestellt.“

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