Pressemitteilung 18/2009 der GRÜNEN JUGEND RLP

GRÜNE JUGEND in der Großregion mobilisiert gegen AKW Cattenom

GRÜNE JUGEND Saar, RLP und Luxemburg nehmen an der Lichterketten gegen

das AKW Cattenom teil

Die GRÜNE JUGEND in der Großregion macht sich weiter für einen schnellstmöglichen Atomausstieg stark. Es müsse oberste Priorität haben, diese gefährliche Risikotechnologie zu beenden und alte, besonders riskante Meiler vorzeitig vom Netz zu nehmen. Mit Blick auf das nahe Atomkraftwerk Cattenom, wünscht sich die GRÜNE JUGEND Saar auch ein verstärktes Engagement einer künftigen saarländischen Landesregierung für die sofortige Abschaltung dieses Atommeilers. Hierzu Thorsten Comtesse, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Saar: „Der Umbau der Energieversorgung zu mehr Effizienz und Erneuerbaren Energien wird umso schneller gelingen, je früher die unflexiblen, nuklearen Großkraftwerke vom Netz genommen werden. Atomkraft ist ein ökologisch und sozial nicht zu verantwortender Irrweg. Die Sicherheitsprobleme sind ungelöst, die Gefahr gezielter Terrorangriffe auf AKWs wurde bisher
schlichtweg verdrängt und nirgendwo auf der Welt gibt es ein Endlager für den wachsenden Berg von Atommüll. Auch in Cattenom reiht sich Störfall an Störfall und das AKW zählt mittlerweile zu den unsichersten in Frankreich. Wir wollen bei der Demo in Perl ein Zeichen für die Abschaltung dieses Atommeilers setzen und zugleich unsere Forderung nach einem weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie verdeutlichen.“

déi jonk gréng unterstützen die Lichterkette im Dreiländereck und bedauern dass die Luxemburger Regierung weiterhin auf Atomstrom aus Cattenom setzt und sich nicht kritisch mit dem „Pannenreaktor“ auseinandersetzt: „Obwohl die französische Regierung Cattenom als Flaggschiff ihres „parc nucléaire“ (Kernkraftpark) vermarkten will, macht der Pannenreaktor Cattenom seinem Namen alle Ehre: Alleine im Jahr 2007 gab es 88 meldepflichtige Störfalle. Der Pannenreaktor Cattenom ist eine tickende Zeitbombe für Mensch und Natur, welche schleunigst vom Netz geholt werden muss. Uns fehlt ein Konzept für die Förderung erneuerbarer Energien in der Grossregion, welche die Umwelt entlasten, und viele Arbeitsplätze schaffen würde!“ meint Philippe Schockweiler, Sprecher Jonk Gréng.

„In Deutschland werden die Bundestagswahlen über das Festhalten am Atomausstieg oder einen Rückfall in den Atomwahn entscheiden. Wir müssen eine Schwarz-Gelbe-Mehrheit und die Laufzeitverlängerung der Schrottmeiler verhindern“, so Pia Schellhammer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz und Kandidatin für den Bundestag. „Mit einer Laufzeitverlängerung verdienen die Stromkonzerne pro Atomkraftwerk und Tag 1 Million Euro, wohingegen das Risiko weiterhin der Bevölkerung zugemutet wird.“

Sicher ist nur das Risiko – wie der Pannenreaktor Cattenom zeigt! Daher rufen die GRÜNE JUGEND Saar, déi jonk gréng und die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz zur Unterstützung der Demo am 12. September um 19 Uhr in Perl ab der Schengener Brücke auf!