GRÜNE JUGEND fordert die Abschaffung des Sitzenbleibens

Mainz, 16.07.2004

Wie in den vergangenen Jahren werden auch dieses Jahr wieder 15.000 SchülerInnen das Schuljahr wiederholen müssen.

„Eine Klassenwiederholung ist für SchülerInnen und ihre Familien eine große Belastung. Wer den Ansprüchen der LehrerInnen und der Schule nicht genügt, muss in einem neuen sozialen Umfeld und mit nochmals höherem Noten- und Erfolgsdruck umgehen“, erklärt Heiner Schiemann (Kollig), Mitglied des Landesvorstandes der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Vielmehr müssen LehrerInnen gerade die schwächeren SchülerInnen unterstützen. „Wir wollen keine Auslese, sondern eine Förderkultur in unserem Bildungssystem“, erläutert Daniel Köbler (Mainz), Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Viele Gruppen und Verbände fordern ebenfalls die Abschaffung des „Sitzenbleibens“. Konzepte dazu werden und wurden bereits in den Bundesländer Bayern, Schleswig –Holstein, Niedersachsen und Hamburg erarbeitet.

Und das aus gutem Grund: Die PISA Spitzenreiter Finnland und Schweden lassen schon lange keine SchülerInnen wiederholen und fördern im Gegenzug jede und jeden Einzelnen.

Deshalb fordert die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz Bildungsministerin Doris Ahnen auf, Klassenwiederholungen abzuschaffen. Gleichzeitig muss ein Konzept erarbeitet werden, damit alle SchülerInnen individuell besser gefördert werden.