Pressemitteilung 26/2007 der GRÜNEN JUGEND RLP

Giftiges Cannabis in Deutschland –
Sabine Bätzing muss endlich Verantwortung zeigen!

Diese Woche ist bekannt geworden, dass in Leipzig mit Blei versetzte Cannabis-Produkte aufgetaucht sind. Daraufhin hatte die Stadt Leipzig eine Warnmeldung herausgegeben und von bisher 19 schweren Cannabisvergiftungen berichtet.

Es ist schon lange bekannt, dass DealerInnen in Deutschland Cannabis durch Zusatzstoffe verunreinigen und strecken, um es billiger an die KonsumentInnen zu verkaufen, sowohl Bündnis 90/Die Grünen als auch die Linkspartei hatten das Thema durch kleine Anfragen im Bundestag auf die Tagesordnung gesetzt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD) aus dem Wahlkreis Neuwied/Altenkirchen zeigt sich von den derzeitigen Problemen jedoch unbeeindruckt und ignoriert diese.

Hierzu erklärt Maximilian Pichl, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz: „Sabine Bätzing hat keine Ahnung von den wirklichen Verhältnissen in Deutschland. Über vier Millionen Menschen in diesem Land konsumieren Cannabis. Aber statt sich konstruktiv mit der Thematik auseinander zusetzen, will Bätzing immer nur Verbote aussprechen. Eine problemorientierte und progressive Drogenpolitik sieht anders aus!“

Die GRÜNE JUGEND fordert  schon lange die Legalisierung von Cannabis bei einer gleichzeitigen umfassenden Drogenaufklärung. Dieses Konzept wird auch durch die Erfolge aus den Niederlanden bestätigt: Dort hat man erkannt, dass Drogenkonsum nicht durch Verbote eingedämmt werden kann und sich für eine pragmatische Lösung entschieden. KonsumentInnen können Cannabis straffrei in Coffee Shops erwerben und sind so vor Verunreinigungen und anderen Gefahren des Schwarzmarktes geschützt. Die Niederlande haben mit ihrer Politik Erfolg: dort sind viel weniger Menschen drogenabhängig als in Deutschland.

„Wenn die Drogenbeauftragte weiterhin untätig bleibt und sich aus der Verantwortung herausredet, ist sie wirklich fehl am Platz“, so Pichl abschließend.