Der Vorstand der Alternative für Deutschland hat sich von seiner eigenen Jugendorganisation, der Jungen Alternative, distanziert. Dabei sprach der Parteivorstand unter anderem von „menschenverachtenden Einzeläußerungen von Mitgliedern“. Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz zeigt sich über diese Äußerungen wenig überrascht.

Dazu erklärt die Sprecherin der GJ Rheinland-Pfalz, Maja Brager: „Dass die Junge Alternative sich verfassungsfeindlich äußert, ist keine Neuheit. Wenn sich selbst die Mutterpartei von ihr distanziert, zeigt das, wie gravierend die Situation in der Jungen Alternative ist. In Bremen, Niedersachsen und Baden-Württemberg wird die JA bereits durch den Verfassungsschutz beobachtet, dies soll sich endlich auch auf Rheinland-Pfalz und auf Bundesebene ausdehnen. Diese Jugendorganisation ist klar verfassungsfeindlich.“

Der Sprecher der GJ Rheinland-Pfalz, Benjamin Buddendiek, fügt hinzu: „Bei einer alleinigen Beobachtung der JA durch den Verfassungsschutz darf es nicht aufhören. Die gesamte AfD muss unter Beobachtung gestellt werden. Zwischen JA und AfD gibt es, gerade in Rheinland-Pfalz, große personelle Überschneidungen. Mitglieder der JA Rheinland-Pfalz sitzen für die AfD in Vorständen, Landtag und Bundestag. Beispiele dafür sind Robin Classen, Damian Lohr und Andreas Bleck. Wir sind der Meinung, dass sowohl Partei als auch Jugendorganisation rechtsradikal und verfassungsfeindlich sind. Beide sollten unter Beobachtung gestellt werden“.