PM11/2010 Pressemitteilung der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz, GRÜNE JUGEND Saar, jonk gréng Luxemburg, Grüne Jugend aus Arlon

Déi jonk gréng Luxemburg, die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz, die Grüne Jugend Saar und die Grüne Jugend aus Arlon werden sich an der großen Anti-AKW-Demonstration am 18. September in Perl/Schengen beteiligen. Bereits im Vorfeld der Demo gegen Cattenom wird es eine gemeinsame Aktion vor der Deutschen Botschaft in Luxemburg geben, an der sich grüne Jugendliche symbolisch gegen Atommüll und Super-GAU schützen. Diese Aktion findet am Dienstag, dem 14.09 um 14:00 statt.

Am Samstag protestieren wir gemeinsam gegen das nahe Kraftwerk Cattenom, denn Radioaktivität macht vor Grenzen nicht halt. Erst jüngst wurde ein Mitarbeiter radioaktiv verstrahlt. Der Pannenreaktor muss schnellstmöglich abgeschaltet werden.

„Der Pannenreaktor Cattenom ist der anfälligste französische Atommeiler. Jeden Monat kommt es zu Pannen und Störfällen. Wir fordern die PolitikerInnen der Großregion dazu auf, sich konsequent gegen Atomkraft und Cattenom auszusprechen“, so Gina Árvai, Sprecherin déi jonk gréng.

„Die Entscheidung der Deutschen Regierung ist fatal. Indem man die umweltschädliche Atomkraft fördert, anstatt sich europaweit für erneuerbare und saubere Energiequellen einzusetzen, werden weiterhin die falschen Signale gesetzt“, erklärt Philippe Schockweiler, Sprecher déi jonk gréng.

„Die Bundesregierung hat sich zur Anwältin der Interessen der Atomlobby gemacht. Der ausgehandelte Deal heißt: Laufzeitverlängerung gegen Geld. Diese Entscheidung von Schwarz-Gelb ist unverantwortlich. Die Bundesregierung macht damit eine Politik gegen die Mehrheit und auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung“, so Thorsten Comtesse, Sprecher Grüne Jugend Saar.

Kai Lüke, Sprecher Grüne Jugend Rheinland-Pfalz, schließt ab: „Es geht nicht nur um unsere Zukunft und unsere Atomabfälle, denn oft wird vergessen, dass das benötigte Uran nicht hier abgebaut wird. Unter schlechten Umständen beuten wir MinenarbeiterInnen und die Gesundheit der Bevölkerung in afrikanischen Ländern aus und verschmutzen die Umwelt. Natürlich wird vom Uranabbau beim schillernden CO₂-freien Image von Atomkraft nie geredet.“