Voraussichtlich wird am Freitag, 25. November 2011 ein weiterer Castor Transport über die deutsch- französische Grenze rollen. Tonnen an Atommüll sollen in das vermeintliche Endlager nach Gorleben im norddeutschen Wendland gebracht werden. „Während die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten noch immer diskutieren, ob ein endgültiger Ausstieg aus der Kernenergie ökonomisch vertretbar ist, werden täglich mehrere 1000 Tonnen verstrahltem Atommüll verursacht“, empört sich Sophia S., Sprecherin der Grünen Jugend Rheinland- Pfalz. „Es sollte nicht mehr im Raum stehen, ob die EU- Mitgliedsstaaten aus der Kernenergie aussteigen oder nicht, es darf nur noch diskutiert werden, wie lang der Ausstieg maximal dauern darf!“, erklärt Jan Stich, Sprecher der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz. Doch geht es bei den Blockaden gegen den Castor Transport nicht nur darum, die Regierungen dazu zu drängen, endlich den Ausstieg aus der Kernenergie zu beschließen. Es geht um mehr.

Noch immer sind die Investitionen in die Forschung an nuklearer Energie weltweit am höchsten. Dabei bleiben kaum finanzielle Mittel übrig, die Forschung an regenerativen Energien voran zu treiben. Der momentane Wissenschaftsstand der regenerativen Energien ist nicht zufriedenstellend. Die Effizienz der Projekte muss unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte unbedingt noch steigen. Dies gelingt allerdings nur, wenn eine ausreichende Kapazität an finanziellen Rücklagen vorhanden ist. Des Weiteren darf die Bevölkerung nicht aufhören, die eigene Regierung immer wieder in die richtige Richtung zu lenken. Zwar hat die momentan agierende schwarz-gelbe Koalition verabschiedet, dass alle Kernkraftwerke bis zum Jahr 2022 abgeschaltet sein werden, doch gibt es zum momentanen Zeitpunkt bereits wieder interne Debatten über eine Revidierung der Entscheidung.

Es sind nun alle Menschen dazu aufgefordert, am Donnerstag, 24. November zuerst nach Berg in die Pfalz zu kommen, um dort tatkräftig an der Südblockade teil zu nehmen. Anschließend werden alle interessierten Menschen durch Busse oder PKWs in verschiedene Camps zur Castor Blockade ins Wendland gebracht werden. Die Grüne Jugend unterstützt alle Blockaden und freut sich über eine Zusammenarbeit mit den Initiativen „X-Tausendmal Quer“, „Wi(e)dersetzen“ und dem Aktionsbündnis „Castor-Suedblockade“. Weitere Informationen können hier eingesehen werden:
http://www.castor-suedblockade.de/