FSC-LabelMit dem Spruch „Kann Ihr Geld sicher wachsen? Natürlich!“ bewirbt die BaumInvest GmbH & Co KG ihren Nachfolgerfond »BaumInvest 2«. Das Prinzip: Reiche geben ihr Geld an die Firma, die dann Tropenholz anpflanzt und es verkauft. Am Erlös sind dann die Anlegenden beteiligt.
Es heißt, sie setzen auf die drei Säulen „Aufforstung mit Edelholz, Naturreservate und Waldfeldbau“. Der Kauf von Weideland und das anpflanzen von Baumfeldern als Aufforstung zu bezeichnen ist ja noch Ok. Außerdem wird ja auch in den Zwischenräumen von der Bevölkerung angebaut.

 

Der angepflanzte Baumbestand besteht aus einigen einheimischen Baumarten und dem Teakbaum, der sich gut anbauen lässt und oft gekauft wird. Aber durch die Baumfelder entsteht keineswegs ein »Urwald«, und schon gar nicht natürlich, da der Teakbaum (aus Süd- und Südostasien) auf Costa Rica kultiviert wird. Dichte Waldgebiete, die die Biodiversität fördern wird man bei BaumInvest nicht finden.
Es heißt: „Ideale Wachstumsbedingungen für Bäume – und damit für ihr Kapital.“
Ich sehe das ganze skeptisch, da Nachhaltigkeit an Rendite gebunden wird. Diese Verknüpfung ist vielleicht für ein Konzernimage gut, aber nicht für die Umwelt! Eins kann nicht abgestritten werden; der Greenwash fördert den Kauf von Tropenholz: „Edelholz ist ein gefragter Rohstoff für hochwertige und langlebige Produkte wie Möbel und Parkett sowie im Schiffsbau: Sicherheit für ihre Investition.“ Somit ist keine Bewustseinsänderung vorhanden und ein positiver Bezug zu Tropenholz wird hergestellt – es profitieren auch die illegalen Händler. Doch auch illegales Tropenholz kann schon mal ein FSC-Siegel kriegen und in Ikea landen.
Alle, die »Rettet den Regenwald e.V.« auf regenwald.org oder die Zeitschriften verfolgen, haben wohl schon von den Nürnberger Tropenparkbänken gehört. Es wurde auf Tropenholz gesetzt, weil es langlebiger sei und somit ökologischer, da die Bank nicht erneuert werden muss. Diese Lüge wurde von der Natur entlarvt, Eiche o.ä. hält mindestens genauso lange oder länger, die Tropenbänke wurden teilweise schon wieder ersetzt.
Für alle degrowth-FreundInnen noch abschlieDegrowthßend etwas zur Wirtschaftstheorie der lieben Leute von BaumInvest. Der angepriesene Klimaschutz des Projektes soll den Klimawandel aufhalten. Doch dieser ist ja hauptsächlich durch unser auf Wachstum basiertes neoliberal-kapitalistisches System zurückzuführen. Ihre vermeintlich grüne Lösung hat folgende Eigenschaften: „Prognostizierter Kapitalrückfluss nach 24 Jahren 326%. Durchschnittliche jährliche Verzinsung von 7%.“ – Von Systemwechsel und Umdenken ist nichts zu spüren – hier lacht einem der Zins ins Gesicht.

Nochmal zur Zertifizierungsaugenwischerei, die – wie Kyoto bewies – nutzlos ist:
„Wir streben an, die Klimaschutzleistung von BaumInvest nach dem international anerkannten CarbonFix Standard zertifizieren zu lassen. Die so generierten Zertifikate können auf unterschiedliche Weise genutzt werden: Die Gesellschafter können die Zertifikate zur Kompensation ihrer eigenen CO2-Emissionen stilllegUnendliches Wachstum - sehr Nachhaltig^^en oder über deren Verkauf durch die Gesellschaft auf dem sog. freiwilligen Markt für Klimaschutz Zusatzerlöse erzielen.“

Auch lustig: „Edelholz erfährt seit Jahren eine steigende Nachfrage bei gleichzeitig sinkendem Angebot. Vor allem in China und Indien wird die Nachfrage nach Holz mit der wirtschaftlichen Entwicklung weiter deutlich zunehmen. Dies verspricht steigende Preise.“ – Ja warum sinkt denn das Angebot? Müsste man mal die GrundschülerInnen fragen, die wissen das meistens schon.

 

 

What the hell is wrong with you people?! Row..! Row..! You want us all to drown?!