Pressemitteilung 21/2007 der GRÜNEN JUGEND RLP

Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!

Erklärung der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz zum Antikriegstag am 1. September 2007

Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Im Angedenken an die Opfer dieses Krieges mit mehr als 60 Millionen Toten begehen wir in diesem Jahr zum 50. Mal einen Antikriegstag.  Das Motto „Nie wieder Krieg“ des 1. Antikriegstages 1957 ist in weiten Teilen Europas Wirklichkeit geworden.

„Leider trifft dies auf das antifaschistische Bekenntnis „Nie wieder Faschismus!“ nicht zu“, erklärt die Sprecherin der GRÜNEN JUGEND RLP Laura-Luise Hammel. „Nach wie vor wird die faschistische Gefahr in vielen Staaten Europas, allen voran in Deutschland, unterschätzt. Rechtsradikales Gedankengut, Rassismus und Antisemitismus sind bis in die so genannte „Mitte der Gesellschaft“ hinein weit verbreitet. Rechtsextremisten können vielerorts ungestört ihre Propaganda verbreiten. Rechtsradikal motivierte Gewalttaten sind in Deutschland zum Alltag geworden“, so Hammel weiter. Die GRÜNE JUGEND RLP fordert daher alle demokratischen Kräfte auf, sich dem  entgegenzustellen.

„An dieser Stelle muss klar gesagt werden, dass die Debatte um ein NPD-Verbot von den eigentlichen Problemen ablenkt“, findet Laura-Luise Hammel und fährt fort: „Unabhängig von seiner juristischen Berechtigung ändert es nichts an den bestehenden Ressentiment in weiten Bevölkerungsteilen. Erfolgversprechend im Kampf gegen Rechtsextremismus sind einzig langfristige gesellschaftliche Veränderungen. Neben der Unterstützung antifaschistischer Bildungsarbeit und lokaler Initiativen gegen Rechts brauchen wir stärkere demokratische Strukturen. Demokratie darf nicht nur gelehrt, sondern muss auch gelebt werden. Von klein auf müssen Kinder und Jugendliche in demokratischen Strukturen aufwachsen und Mitentscheidungsmöglichkeiten haben. Auch ein Kinder- und Jugendwahlrecht muss hier angedacht werden. Denn: Auch kommende Generationen sollen, wie wir, in Frieden und einer demokratischen Gesellschaft leben“, so Hammel abschließend.