Interviewreihe mit den neuen Landesvorstands- und Bildungsbeiratsmitgliedern, heute:
Lena Engel, Mitglied im Bildungsbeirat der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz
Lena Engel, 17 Jahre alt, aus Neuwied

Mitglied des Bildungsbeirats

Schulische Laufbahn:

aktuell MSS 12 am Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf; Leistungskurse: Sport Biologie, Englisch

Welches Tier würdest du verkörpern, wenn du kein Mensch wärest?

Eine Katze.
Wenn ich kein Tier wäre, wäre ich ein Baum, aber keine Rotbuche, denn die verdrängen so viele andere Arten

Was sind deine Hobbys?

Ich verbringe gerne viel Zeit draußen , mache einen Ausritt oder einen Lauf durch den Wald. Genauso gerne liege ich aber auf meinem Bett rum, höre Musik oder lese. Außerdem verbringe ich gerne viel Zeit mit anderen Menschen.
„Zwangsweise“ ist auch die Schule irgendwie mein Hobby.

Weshalb bist du politisch aktiv?

Ich bin politisch aktiv, weil zum einen die GJ es mir ermöglicht, mit Menschen Zeit zu verbringen, die sich ein ähnliches Zusammenleben wünschen wie ich und zum anderen weil ich der Meinung bin, dass man, wenn man einen Wunsch zur Veränderung hat, auch aktiv werden muss, um diesen zu verwirklichen. Außerdem hat man in der Grünen Jugend die Möglichkeit, sich viel über verschiedene Themen auszutauschen und dadurch sowohl den eigenen Horizont als auch Wissen und Fähigkeiten zu erweitern.

Warum hast du dich gerade für die GRÜNE JUGEND entschieden?

Wie bereits gesagt, weil das Miteinander sehr schön ist, es eine angenehme Debattenkultur gibt und ähnliche Ideale vorherrschen. Diese spiegeln sich natürlich in den inhaltlichen Positionen der Grünen Jugend wieder, wie zum Beispiel queere Politik, Tierrechte, Umweltschutz und Soziales. aber zunächst mal war es vor allem das Miteinander, mit dem mich die GJ RLP geködert hat. Ich habe Leute kennengelernt, die mir durch ihre Gespräche Wissen vermittelt haben und dann gemerkt „Das ist genau meins. DAS will ich mit DIESEN Menschen machen und diskutieren.“

Wie bringst du dich bei der Grünen Jugend ein?

Ich bin zurzeit Mitglied des Bildungsbeirates der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz und war zuvor als Sprecherin aktiv. In meinem Amt bringe ich mich bei der Organisation von Veranstaltungen mit viel Engagement und kreativen Ideen ein und werfe bei Tagungen morgens die andern aus dem Schlafsack, damit wir pünktlich beginnen.

Seit wann bist du politisch aktiv?

Seit es die Grüne Jugend Neuwied gibt – also seit Sommer 2011 – bin ich aktiv dabei. Zunächst nur auf Kreisebene.
In einem Gremium auf Landesebene bin ich seit Herbst 2012.

Welche Botschaft möchtest du den Leser*innen und anderen politisch interessierten, jungen Menschen mit auf den Weg geben?

Die Grüne Jugend hat mir gezeigt, dass politisches Engagement sehr viel Spaß macht, man tolle und vor allem viele verschiedene Menschen kennen lernt und dabei auch noch etwas für sich selbst und andere tun kann. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, sich in einer (politischen) Jugendorganisation zu engagieren.

Wieso ist politische Arbeit wichtig?

Weil nur meckern einfach nichts bringt, Wer etwas verändern will und mit der derzeitigen Situation unzufrieden ist, muss seine Wünsche und Änderungsvorschläge artikulieren und äußern können. Den Rahmen dafür können  politische Jugendorganisationen bieten.
Meiner Meinung nach ist gerade politische Arbeit von und für Kinder, Jugendliche und junge Menschen wichtig, Denn nur durch eine gewisse Politisierung können wir erreichen, dass junge Menschen sich einbringen, weil das,  was „die da oben in Mainz, Berlin oder Brüssel“ entscheiden betrifft im Endeffekt uns. Wir tragen die jetzt gefällten Entscheidungen in der Zukunft und sollten daher ein ausgeprägtes Bewusstsein für unsere Gesellschaft entwickeln und früh genug lernen, uns und andere zu reflektieren, um dann  z.B.  bei Wahlen politische Entscheidungen treffen zu können.
Die Urwahl der Grünen und der Mitgliederentscheid der SPD zeigen, dass niemand sagen kann  „Ich hab‘ da doch eh keinen Einfluss drauf.“ Denn zum Glück wird politische Arbeit in Deutschland auf eine (mehr oder weniger) demokratische Weise betrieben. Nimmt allerdings niemand diese Mitbestimmungsmöglichkeiten an, verlieren wir unsere Stimme. Es ist also nur der zum „Meckern“ berechtigt, der versucht für sich und andere einzustehen. Und solche Menschen können wir, denke ich, durch politische Arbeit erreichen.

 

9
-wo lebst du: In einem kleinen Ort in der Nähe von Mainz, in Gau-Bischofsheim
-Schulische Laufbahn: Ich habe nach der 9 Klasse vom Theresianum Mainz auf die IGS Mainz-Bretzenheim gewechselt und dort Anfang des Jahres 2013 mein Abitur gemacht 😛

Zur Zeit mache ich ein FSJ bei der LandesschülerInnenvertretungRheinland-Pfalz