Pressemitteilung 5/2012 der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz

11. März 2011. Nachdem zunächst ein Erdbeben der Stärke 9,0 die japanische Insel Honshu erschütterte, überfluteten danach haushohe Wellen die gesamte Nordostküste. Die Folgen sind verheerend: Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wird stark betroffen und der Strom fällt aus. Noch heute treten radioaktive Teilchen aus den Ruinen aus.

Ein Jahr nach dem Unglück hat sich das Land teilweise regeneriert. Die Menschen gehen wieder einer Arbeit nach und ein gewisser Alltag konnte einziehen. Was dabei verborgen bleibt: Das Krebsrisiko der Menschen steigt täglich. Noch immer wurde keine vollkommene Evakuierung der Region um Fukushima ausgerufen, so dass die Menschen vor Ort radioaktiv verseuchte Produkte konsumieren und in einer Region leben, die dem Körper den Tod bringen kann.

Es wird verschwiegen, dass der Abbau des Kernkraftwerkes 40 Jahre dauern wird und noch immer ist umstritten, ob vor einem Jahr die Kernschmelze eintraf oder nicht. Während der Betreiber TepCo versichert, es sei alles im Griff und es sei auch noch nie gravierende Mengen radioaktiver Teilchen ausgetreten, bestätigen Wissenschaftler vor Ort, dass noch heute der Strahlenwert über einem annehmbaren Maximum liegt.

„Fukushima ist überall!“ rief Sophia S., Sprecherin der GRÜNEN JUGEND RLP bei der letzten Castor Blockade im Wendland. „Damit haben die Demonstrierenden nach wie vor recht.“, findet Jan Stich, Sprecher der GRÜNEN JUGEND RLP ein, „Neueste Reaktorstörfälle im AKW Cattenom bei Perl lassen es mir kalt den Rücken runter laufen.“

Deshalb ruft die GRÜNE JUGEND dazu auf, sich an den zahlreichen internationalen Demonstrationen für den endgültigen und zeitnahen Ausstieg aus der Atomenergie zu beteiligen. Gehen Sie mit uns auf die Straßen von Kirchheim am Neckar. Gemeinsam soll es dann zum AKW Neckar-Westheim gehen.