Interviewreihe mit den neuen Landesvorstands- und Bildungsbeiratsmitgliedern, heute:
Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz
Janosh Schnee, 21 Jahre alt, aus Mainz
Sprecher im Landesvorstand

 

Schulische Laufbahn:
2012 Abitur am Landesmusikgymnasium RLP, Montabaur
2012 Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. (BUND), Regionalbüro Koblenz
2012/13 Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim BUND, Landesgeschäftsstelle Mainz
Aktuell studiere ich „Regenerative Energiewirtschaft“ an der FH Bingen.

Welches Tier würdest du verkörpern, wenn du kein Mensch wärest?

Ein fleißiges Faultier

Was sind deine Hobbys?

Fahrrad fahren, Grafikbearbeitung, Politik, Musik (v.a. singen, Chor), vegan kochen/backen, Foodsharing,GJ!!! 😉

Weshalb bist du politisch aktiv?

Es ist wichtiger denn je, aktiv zu werden, insbesondere angesichts von Klimawandel und steigender sozialer Ungleichheit. Uns rennt die Zeit davon, diese Probleme zu lösen. Es kann nicht sein, dass viele nur reden, anstatt endlich, wie es die Lage erfordert, unverzüglich zu handeln! Aber insbesondere älteren Politikern scheint unsere Zukunft egal zu sein, so respektlos, wie sie sich der Umwelt und nachfolgenden Generationen gegenüber verhalten. Sie tauschen unsere Zukunft gegen Geld und Macht im Hier und Jetzt, ohne Sinn für Nachhaltigkeit. Ich möchte dafür streiten, dass unsere und kommende Generationen eine lebenswerte Zukunft haben, deshalb bin ich politisch aktiv.

Warum hast du dich gerade für die GRÜNE JUGEND entschieden?

In der GRÜNEN JUGEND habe ich die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu bewegen. Ein großer Pluspunkt dafür, sich politisch zu engagieren, sind die vielen tollen Menschen, die man dadurch kennenlernt und natürlich macht politisches Engagement Spaß.

Wie bringst du dich bei der Grünen Jugend ein?

In der GJ bringe ich mich als Sprecher mit kreativen Ideen, Organisationstalent und Spaß an der politischen Arbeit ein.

Seit wann bist du politisch aktiv?

Umweltpolitisch interessiert und auch ein wenig aktiv war ich eigentlich schon immer. Nach etwa 2 Jahren Engagement für eine echte Energiewende und gegen die damals von Schwarz-Gelb beschlossene Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke bin ich 2011 zur GJ gekommen, ich hatte damals eine Einladung zur Landesmitgliederversammlung gelesen und bin einfach mal vorbeigekommen, um mir das anzuschauen. Ich habe mich dort so wohl gefühlt, dass ich dann später auch auf Landesebene aktiv geworden bin.

Welche Botschaft möchtest du den Leser*innen und anderen politisch interessierten, jungen Menschen mit auf den Weg geben?

Unsere Generation steht vor großen globalen Herausforderungen, sei es Klimawandel oder soziale Ungleichheit. Das momentane System – dominiert von grauhaarigen Männern mit vollem Geldbeutel, die an ihrer Macht kleben – ist auf Wirtschaftswachstum und die systematische Ausbeutung sowohl von Ressourcen als auch von Menschen ausgerichtet. Es wäre grob fahrlässig, wenn unsere Generation untätig dabei zuschaut, wie die Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlagen vorangetrieben wird, schließlich werden wir und kommende Generationen am stärksten unter den Folgen zu leiden haben!Nichts-Tun lässt zu, dass andere über unser Leben bestimmen können! Werdet aktiv!

Wieso ist politische Arbeit wichtig?

Das wichtigste an einer Demokratie ist die Partizipation, das heißt die Beteiligung an der Gesellschaft und der politischen Meinungsbildung. Dazu braucht es aber z.B. auch mehr Beteiligungsmöglickeiten für direkte Demokratie, ein demokratisches Bildungssystem und mehr politische Bildung, Wahlrecht für alle, unabhängig von Alter oder Herkunft und als Handlungsgrundlage ein bedingungsloses Grundeinkommen (Das BGE soll allen über die bloße Existenzsicherung hinaus die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen – weg von Arbeitszwang hinzu Arbeitsfreiheit und der Honorierung unbezahlter Arbeit, wir müssen Arbeit neu definieren)
Jede*r kann sich aktiv einbringen für unsere Zukunft