Beschlossen auf der 54. Landesmitgliederversammlung in Koblenz, 17.04.2015

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert die im Grundgesetz festgelegte Trennung von Staat und Kirche. Diese Forderung geht auf die Bestrebungen der französischen Revolution zurück und gründet sich auf die Ideale des Humanismus und der Aufklärung.

Um jedoch keinen Streit mit der Kirche, den Religionslehrern und den Verfechtern des Religionsunterrichtes als „Wertevermittler“ einzugehen, wollen wir die tatsächliche Säkularisierung der Schulen in RLP schrittweise erreichen. Dafür ist der erste Schritt, den Ethikunterricht zu stärken. Dies kann nur dadurch gelingen, dass konfessionsübergreifender Ethik-Unterricht für alle SchülerInnen ab der 1. Klasse verbindlich eingeführt wird, egal welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Anstatt einer grundsätzlichen Abschaffung des Religionsunterrichts fordern wir aber die Wahl des Religionsunterrichts ab der Mittelstufe. Wir befürworten einen verpflichtenden, konfessionsübergreifenden Ethikunterricht.

Wir wollen eine säkularisierte Gesellschaft, daher setzen wir uns selbstverständliche gegen eine einseitige Bevorzugung einzelner Religionen ein. Alle unterschiedlichen Religionen müssen im Lehrinhalt gleichberechtigt vertreten sein, eine Debatte über einzelne Religionen ist hier nicht zielführend.