Pressemitteilung 5/2010 der GRÜNEN JUGEND Mainz

Heute gedenken, morgen handeln!

Heute, am 26.April 2010, gedenken wir den Opfern des Reaktorunfalls in Tschernobyl. Vor 24 Jahren explodierte der Reaktor, noch heute leiden Menschen an den Spätfolgen der Strahlenbelastung.

Erhöhte Leukämie- und Schilddrüsenkrebsraten, vermehrtes Auftreten von Totgeburten und Missbildungen sind klare Hinweise für die Auswirkungen des Super-GAUs.

Verseuchte Wälder und verödete Landstriche machen die „Sperrzone“ von Tschernobyl zu einem untrüglichen Symbol für die vernichtende Kraft des Atomwahnsinns. Die Bevölkerung, die in die belastete Region zurückkehrte, lebt heute unter desolaten sozialen Umständen. Die Arbeitslosigkeit, die zu geringen Sozialleistungen zwingen die BewohnerInnen, sich von verstrahlten Waldpilzen und regionalem Gemüse zu ernähren. Immunschwäche und Neigung zu Allergien sind die Folgen – ins Besondere bei Kindern.

Dass Strahlung nicht vor nationalen Grenzen halt macht, zeigten die strahlenbelasteten Pilze und Milchprodukte in der BRD. „Wir müssen auf internationaler Ebene die Abschaltung der AKWs durchsetzen“, sagt Joel Kaufmann, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Mainz.

Der Super-GAU wurde tagelang geheimgehalten, die Öffentlichkeit viel zu spät aufgeklärt. Auch heute werden Störfälle oft verschwiegen oder heruntergespielt. „Von einem Reaktorunfall sind mehrere hunderttausend Menschen direkt betroffen, viele werden leiden und sterben – der
Zynismus der Energieriesen und ihrer Lobbygruppen muss endlich als solcher enttarnt werden!“, fordert Joel Kaufmann.

Die GRÜNE JUGEND fordert: Heute trauern, der Opfer gedenken – morgen handeln – Atomkraft abschaffen!