Pressemitteilung 11/2007 der GRÜNEN JUGEND RLP

GRÜNE JUGEND RLP fordert Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems zugunsten längeren gemeinsamen Lernens

Die Klassenzimmer der rheinland-pfälzischen Hauptschulen dürften in den nächsten Jahren immer leerer werden. Nach einer umfangreichen Analyse der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben sich in den letzten Jahren immer weniger SchülerInnen für die Hauptschulen angemeldet. Gerade deutsche Eltern schicken ihre Kinder vermehrt auf Integrierte Gesamtschulen – zurück bleiben hauptsächlich SchülerInnen mit Migrationshintergrund.

„Die neuen Zahlen beweisen erneut, dass die Hauptschulen ein Relikt der Vergangenheit sind“, erklärt Laura-Luise Hammel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz. „Wie viele Studien braucht Deutschland noch, um zu erkennen, dass das dreigliedrige Schulsystem versagt hat?“

Die GRÜNE JUGEND RLP mahnt Doris Ahnen, endlich mit durchgreifenden Reformen zu reagieren. So sagt Hammel weiter:“Doris Ahnen hat bis jetzt der Mut gefehlt, die Schulstruktur grundlegend in Frage zu stellen. Vielmehr werkelt sie nur an einem überholten System herum, ohne die grundlegenden Probleme wirklich anzugehen. Dies muss sich endlich ändern.“

Die GRÜNE JUGEND RLP setzt sich für eine Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems ein. „Kinder nach der vierten Klasse abzustempeln ist unnötig und unmenschlich. Wir brauchen Schulen, in denen alle Kinder individuell gefördert werden. Wir brauchen ein Bildungssystem, dass auf Integration und Förderung statt auf Ausgrenzung und Aussortierung ausgerichtet ist“, so Hammel abschließend.