Solidarisch gegen Unmenschlichkeit – von Lisa Diehl

Deutschland: Tiere werden ausgebeutet, missachtet und gequält. Und alles nur zu einem Zweck: einer „gesunden“ Ernährung und dem Erhalt unseres hohen Lebensstandards. Es gehört heute schon fast zur Daseinsvorsorge, jedem jeden Tag den Zugang zu Fleisch zu ermöglichen. Um das nicht nur den Reichen vor zu behalten, auch bitte billig und in rauen Mengen. Nachhaltig, glücklich, bio, ausgebeutet und gequält? Egal! Hauptsache billig! Das ist die Einstellung, die manche Menschen in ihren Köpfen tragen. Wir sind absolut gegen die Ausbeutung von Tieren und sagen entschieden „NEIN!“ zur Massentierhaltung.
Wir können das Leid nicht mehr sehen und wollen etwas unternehmen, zum Schutz der Tiere! Darin sind sich auch die AktivistInnen in Gimbsheim einig, die verhindern wollen, dass die Geflügelfarm dort weiter ausgebaut wird. Der Standort soll großflächig ausgebaut werden, die Farm III soll von 290.000 Legehennen auf 510.000 Legehennen aufgestockt werden. Das sind rund 180%. Das ist ein bedeutsamer Schritt in die falsche Richtung! Das Leid der Tiere muss gestoppt und nicht durch Förderung von Massentierhaltung erweitert werden!
Die Hennen werden nicht Artgerecht gehalten, sie müssen unter unwürdigen Bedingungen ihre lebenslange Haft absitzen. Eine Gefährdung der unmittelbar angrenzenden Schutzgebiete (z.B. FFH-Gebiet) durch deutlich erhöhte Ammoniakeinträge, die von der Hühnerfarm und anliegendem Düngermittelwerk ausgehen, kann nicht hinreichend ausgeschlossen werden. Außerdem sind die Wildvogelbestände in Gefahr, wenn es in der Farm zu einer Tierseuche kommt. Auch für die AnwohnerInnen hat der Ausbau negative Folgen: verunreinigtes Waschwasser und Kottrockenwasser können in das Grundwasser gelangen und enorme Schäden verursachen. Die Ställe sind nicht mit Filtern ausgerüstet, was heißt, dass Erreger und Feinstäube die Umwelt zusätzlich belasten. Die Farm liegt im zukünftigen Reserveraum für Extremhochwasser Eich-Guntersblum. Bei einer Überschwemmung sind die Zufahrtswege blockiert, tausende Tiere verhungern kläglich in Gefangenschaft. Aus all diesen ethischen, wirtschaftlichen, sozialen und logistischen Gründen fordern wir nicht nur den Stopp des Ausbaus, sondern auch den sofortigen Ausstieg aus der Massentierhaltung. Tiere sind Lebewesen und haben Rechte wie wir auch, wieso darf es also sein, dass sie ohne Rücksicht ausgebeutet werden? Das ist mit nichts zu rechtfertigen und muss aufhören!
Fleisch soll wieder ein kostbares Gut werden und kein gewissenloses Alltagsprodukt! Zum Schutz der Tiere. Dann braucht man auch keine Massentierhaltung mehr.
– lest die dazugehörige PM hier-