Bild: www.mitwelt.org

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Pressemitteilung 01/2011

Die Grüne Jugend Rheinland- Pfalz fordert eine internationale Meldepflicht für gefährliche Atomtransporte.

Im Zusammenhang mit den immer wieder unbemerkt von der Öffentlichkeit stattfindenden Transporten der Firma Urenco durch den Nordwesten von Rheinland Pfalz, von der Nuklearanlage Tricastin ins westfälische Gronau und ins niederländische Almelo, weist die Grüne Jugend RLP auf die große Gefahr hin, die von Uranhexafluorid ausgeht.
Sebastian Hebler, Landesvorstandssprecher der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz, führt dazu aus: „Uranhexafluorid ist zwar nur schwach radioaktiv und nicht brennbar, kann aber bei Kontakt mit feuchter Umgebungsluft zu hochgiftiger und gefährlicher Flusssäure reagieren. Mit einem Verweis auf bereits eingetretene Unfälle, ist es unverantwortlich, die lokalen Rettungskräfte und Behörden nicht im Vorfeld von den Gifttransporten zu unterrichten. Daher fordern wir eine Meldepflicht für Gefahrguttransporte dieser Art! Es kann nicht sein, dass die ansonsten recht strikten Gefahrguttransportregelungen eine so gravierende Lücke aufweisen und ein Unternehmen im Geheimen Profit unter erheblicher Gefährdung der Bevölkerung macht! Weiterhin wäre es wünschenswert, dass die Transporte begleitet und bewacht werden würden, und sie nicht einfach unbewacht auf Autobahnraststätten rumstehen. Außerdem haben die Menschen überall auf der Welt, das Recht, zu wissen, welche gefährlichen Stoffe durch ihre Umwelt geschleust werden.“

Ann Kristin Pfeifer ergänzt dazu: „Die Geheimhaltung und die fehlende Bereitschaft der Firma Urenco Informationen über die Transporte bereitzustellen ist nicht hinnehmbar! Aus Angst vor „castorähnlichen Zuständen“ soll die Öffentlichkeit in Unkenntnis gelassen werden. Wenn die Transporte bekannt sein werden, wird sich mit Sicherheit Protest gegen diese unverantwortliche Praxis erregen, den wir, die Grüne Jugend Rheinland- Pfalz unterstützen werden – Atomenergie hat ausgedient!“

Wir fordern die Landesregierung auf, ihren Einfluss geltend zu machen, um europaweit verbindliche Regelungen zur Vorabmeldung von Gefahrguttransporten einzuführen.