Pressemitteilung 13/2007 der GRÜNEN JUGEND RLP

{mosimage}Für ein Recht auf Rausch nicht nur mit Wein!

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz kritisiert die Herabsetzung der Obergrenzen für den Besitz von Cannabisprodukten in Rheinland-Pfalz scharf.

Bayrische Maßstäbe halten nun auch in Rheinland-Pfalz Einzug: Die Grenze, bis zu der beim Besitz von Marihuana und Haschisch von der Strafverfolgung abgesehen werden kann, sinkt von 10 auf 6 Gramm. Justizminister Heinz Georg Bamberger unterstützt damit die „Bestrebungen zur bundesweiten Vereinheitlichung der Strafverfolgungspraxis“.

„Bundesweit vereinheitlicht wird damit in erster Linie eine irrationale Hetzjagd, die teuer und sinnlos ist“, erklärt dazu Laura-Luise Hammel, Sprecherin der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz. „Weder wird durch eine verschärfte Strafverfolgung dafür gesorgt, dass Kinder und Jugendliche weniger Cannabis konsumieren, noch kann man pauschal davon ausgehen, dass eine Person, die mehr als 6 Gramm Cannabis mit sich führt, auch damit handeln wird.“


Während Wein in Rheinland-Pfalz als harmloses Kulturgut gefeiert wird, werden tausende CannabiskonsumentInnen tagtäglich Opfer einer ideologisch begründeten staatlichen Repression. Dass Alkohol, was Gesundheitsschäden und Abhängigkeitspotential betrifft, weitaus gefährlicher ist, wird dabei ausgeblendet.

Die GRÜNE JUGEND RLP fordert eine ideologiefreie Aufklärungsarbeit in den Schulen und die Förderung von Jugendschutzprojekten. „Die Kriminalisierung von Cannabiskonsum verhindert, dass Jugendliche offen über Vorteile und Probleme sprechen können und stürzt sie häufig durch die Strafverfolgung in größere Schwierigkeiten. Wir fordern daher die Legalisierung“, so Hammel abschließend.

Die GRÜNE JUGEND RLP fordert als Mittel zur Legalisierung die Einrichtung von Drogenfachgeschäften, nähere Informationen dazu finden Sie auf www.gruene-jugend.de