Am Samstag den 21. November organisierte die AfD in Mainz eine Kundgebung und plante einen Demonstrationszug anzuschließen. Aufgrund ihrer offensiv rechtspopulistischen und völkischen Parolen kam es auch zu Gegenkundgebungen. Auch die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz mobilisierte zum Gegenprotest.

Durch erfolgreiche Blockaden und lautstarke Störungen musste die AfD ihre Kundgebung unterbrechen und konnte ihren Demonstrationszug nicht antreten. Besonders jedoch stach das Engagement des Staatstheater Mainz heraus, die mit ihrer Liveprobe der Europahymne (Beethovens 9. Sinfonie) ein klares Bekenntnis zur Europäischen Union und gegen nationale Abschottung setzten. Wie nun bekannt wurde, erstattet die Polizei Anzeige gegen das Mainzer Staatstheater aufgrund von „massiver Störung“.

Dazu erklärte Jennifer Werthwein, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz: „Das Statement des Staatstheaters war ein wunderbarer Akt der Solidarität. Er muss als klares Bekenntnis zur Demokratie und zur Freiheit verstanden werden. Eine Partei hingegen, die Journalist*innen von ihren Veranstaltungen ausschließt, hauptsächlich mit fremdenfeindlichen Parolen und Hetze gegen Schutzsuchenden auffällt, hat wenig Interesse an einer freien Demokratie. Es ist richtig und wichtig, dass rechte Kundgebungen gestört werden. Wir als GRÜNE JUGEND werden uns auch weiterhin an Blockaden und lautem Protest beteiligen.“

Milan Sühnhold, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz fügte hinzu: „Mir fehlt völlig das Verständnis für diese Anzeige, ich war vor Ort, zusammen mit weiteren 1000 Antifaschist*innen und eine „massive Störung“ lag seitens des Staatstheaters nicht vor. Ihr Protest war laut, richtig und lobenswert, die Versammlung der AfD wurde jedoch durch die Ode an die Freude nicht torpediert. Protest gegen rechts ist eine antifaschistische Unabdingbarkeit und kein Fall für die Staatsanwaltschaft.“

 

Staatstheater
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