Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert für das Land Rheinland-Pfalz eine Divestment Strategie. Die vorgestern veröffentlichte kleine Anfrage der GRÜNEN hat ergeben, dass Divestment im Finanzministerium noch nicht angekommen ist. Weder für das Land, noch für Unternehmen mit Landesbeteiligung, sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts bestehen sozial-ökologische Anlagekriterien.

„Divestment bedeutet die Freisetzung von Geld aus Anlagen, die unter sozial-ökologischen Aspekten nicht nachhaltig sind.“, erklärt Milan Sühnhold, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz. „Dazu gehören zum Bespiel die Investitionen in fossile Energien. Denn wenn wir den Klimawandel begrenzen wollen, muss folglich ein Großteil der fossilen Energiereserven unter der Erde bleiben. Damit würden Investitionen in fossile Energien wertlos, was weitreichende Auswirkungen auf den globalen Wirtschafts- und Finanzmarkt darstellt.“

„Es kann nicht sein, dass die großen Fortschritte von Rheinland-Pfalz beim Klimaschutz und der Energiewende theoretisch durch Investitionen in fossile Energieträger wieder wett gemacht werden. Rheinland-Pfalz braucht klare Anlagerichtlinien, die für das Land, Unternehmen mit Landesbeteiligung sowie Körperschaften und Anstalten des öffentliches Rechts Investitionen in fossile Energien unterbindet. Des weiteren müssen die Anlagerichtlinien von Unternehmen wie der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH oder der ISB öffentlich einsehbar sein,“ fordert Jennifer Werthwein, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.