Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert zum 4. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima eine konsequente Umsetzung der Energiewende in Deutschland und weltweit und ruft dazu auf, an den Mahnwachen zum vierten Jahrestag der Atomkatastrophe teilzunehmen. Die Menschen in Japan leiden noch heute unter den Folgen der Katastrophe.150.000 Menschen wurden für immer aus ihrer Heimat vertrieben. Die Aufräumarbeiten werden noch mindestens 30 Jahre andauern und verursachen immense Kosten.

„Zum vierten Jahrestag der Katastrophe in Japan sind unsere Gedanken bei den Menschen, die Familie, Freunde oder ihre Existenz verloren haben und bei denen, die noch heute tagtäglich auf dem Gelände des havarierten Kernkraftwerks ihre Gesundheit riskieren um noch schlimmeres zu verhindern. Ein Hohn, dass die vorübergehend abgeschalteten AKW in Japan nun wieder ans Netz gehen dürfen. Atomkraft ist und bleibt eine teure Risikotechnologie mit unkontrollierbaren Folgen.“, resümiert Felizitas Boie, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Der scheinbaren energiepolitischen Kehrtwende unter Kanzlerin Merkel anlässlich der Atomkatastrophe im Jahr 2011 schenkt die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz kein Vertrauen, im Gegenteil: Sie sieht den Atomausstieg in Gefahr und warnt vor dem Ausbremsen der Energiewende durch die große Koalition, die auf den Neubau klimaschädlicher Kohlekraftwerke setze anstatt die Energiewende voranzubringen.

„Bis 2022 werden neun Atomkraftwerke vom Netz gehen, es ist daher inakzeptabel, dass die Große Koalition den Ausbau Erneuerbarer Energien mit dem EEG 2.0 weiter ausbremsen will und so möglicherweise Raum für Diskussionen über eine erneute Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke schafft. Wir fordern eine konsequentere und dynamischere Energiewende!“, erläutert Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Des Weiteren kritisiert die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz die von der EU-Kommission genehmigten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C, bei dem der Staat dem Betreiber sowohl einen inflationsbereinigten Abnahmepreis von aktuell 11 Cent pro Kilowattstunde als auch eine Kreditabsicherung garantiert.

„Die Entscheidung der EU-Kommission, die Subventionen für den Betrieb des AKW Hinkley Point C zu genehmigen, ist völlig indiskutabel! Allein durch die Preiskalkulation für Hinkley Point wird deutlich, dass Windstrom längst konkurrenzfähig zu Strom aus fossilen Kraftwerken wie Steinkohle oder Atomenergie ist. Hier wird eine gefährliche, überholte und überteuerte Technik künstlich am Leben gehalten um Konzernkassen zu füllen.“, führt Felizitas Boie weiter aus.