Seit dem Jahr 2009 wird am 20. Februar von den Vereinigten Nationen der internationale Tag der Sozialen Gerechtigkeit begangen. Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert in diesem Zusammenhang mehr Anstrengungen im Kampf gegen die wachsende soziale Ungleichheit, in Deutschland, Europa und weltweit.

Felizitas Boie, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, meint: „Der wachsenden Armut und sozialen Ausgrenzung muss entgegengewirkt werden, denn unzureichender Zugang zu öffentlichen Gütern und gesellschaftlicher Teilhabe schafft enorme Konfliktpotenziale. Wir fordern eine soziale Arbeitspolitik. Einen scheinheiligen Mindestlohn, wie in Deutschland, der nicht alle Branchen betrifft und Auszubildende ausschließt, lehnen wir ab. Wir kämpfen für ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches jedem Menschen gleichermaßen zusteht und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.“

Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, ergänzt: „Soziale Gerechtigkeit ist ein Millenniumsziel der Vereinten Nationen, daher müssen endlich tiefgreifende Maßnahmen ergriffen werden, die Schaffung von Geschlechtergerechtigkeit ist hier ein grundlegender Bestandteil. Wir brauchen zudem deutliche Steuererhöhungen auf große Vermögen, Erbschaften, Spitzeneinkommen und Kapitalerträge für mehr Steuergerechtigkeit in Europa, Reichtum muss endlich gerecht verteilt werden!“

1,2 Milliarden Menschen leben weltweit in extremer Armut, d.h. sie müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Ihnen wird der der Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und existentiellen Lebensstandards verwehrt, insbesondere Frauen sind von Armut betroffen. In Deutschland ist jeder Fünfte von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, in Europa durschnittlich sogar fast jeder Vierte und gerade bei den unter 18-Jährigen liegt eine erhöhte Armutsgefährdung vor.

Dabei spricht man von Armut oder sozialer Ausgrenzung, wenn eines oder mehrere der drei Kriterien „Armutsgefährdung“, „erhebliche materielle Entbehrung“, „Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung“ vorliegen. Das Einkommen der obersten 10 Prozent der Bevölkerung ist laut OECD durchschnittlich siebenmal so hoch wie das Einkommen der unteren 10 Prozent. Hinzu kommt, dass Vermögen noch ungleicher verteilt ist als Einkommen.