***Pressemitteilung, GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz, 04.12.2014***

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz ist empört über Julia Klöckners neuen Vorschlag eines Burkaverbots. „Vielleicht will die Fraktions- und Parteivorsitzende der CDU RLP die Mitte rechts überholen und die CDU ein wenig mehr zur AfD öffnen. Anders lässt sich dieser Vorschlag nur schwer erklären“, kommentiert Felizitas Boie, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Passend, dass diese Forderung gerade jetzt kommt: Die „HOGESA“-Bewegung klingt ab und in Dresden demonstrieren mehrere tausend Menschen wöchentlich bei den nationalistischen „PEGIDA“-Demonstrationen gegen die vermeintlichen Islamisierung Deutschlands! Antiislamischer Rassismus ist leider alltäglich. Klöckner nutzt diese Stimmung um noch einmal Politik auf Kosten von Menschen zu machen.

„Gerade zu zynisch ist es, dass sie ihre Forderung auch noch mit Feminismus begründet.

Weiß sie nicht, dass ein Burkaverbot die Frauen viel mehr diskriminiert, als das es ihnen hilft? Zum einen nimmt es den Frauen, die eine Burka freiwillig tragen, ihre Selbstbestimmung und zum anderen wird ein Kleidungsverbot niemals patriarchale Strukturen unterbinden können! Dieser Vorschlag ist keine Hilfe für Frauen, es ist Rechtspopulismus und ein weiterer Beweis für Klöckners antimuslimische Gedanken“, erklärt Misbah Khan, Gleichstellungsbeauftragte der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Eins sollte jedoch klar sein: Um ein Patriarchat zu zerstören braucht es mehr als rechtspopulistische Parolen und Kleidungsverbote!