***Pressemitteilung, GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz, 23.11.2014***

Zum sechsten Mal in Folge marschierten gestern, am 22.11.2014, etwa 150 Neonazis in Remagen. Seit 2009 inszenieren Neonazis in Remagen diesen Aufmarsch als Szeneevent zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologien.

Unter dem Aufruf der Initiative „NS-Verherrlichung stoppen!“ trat die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz gemeinsam mit einem breiten antifaschistischen Bündnis den Neonazis entschieden entgegen. Durch organisierte Busse konnten Menschen aus vielen Städten in NRW und Rheinland-Pfalz mobilisiert werden. Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz beteiligte sich ebenfalls an einem Bus, der aus Mainz abfuhr.

Janosh Schnee, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz kommentiert: „Die Neonazis versuchen Tragödien aus der Vergangenheit zu instrumentalisieren, um ihre menschenverachtende Ideologien zu verbreiten. Dem stellen wir uns entschlossen entgegen, das haben wir heute hier in Remagen deutlich gemacht. Kein Fußbreit den Faschist*innen!“

Rund 500 Antifaschist*innen konnten mobilisiert werden. Viele Anwohner*innen zeigten sich durch Plakate und Banner solidarisch, so auch der Senior*innenbeirat der Stadt Remagen.
Die Demo verlief weitgehend friedlich bis die Polizei in die Kundgebung drängte, nachdem vereinzelt Gegendemonstranten ihrem Unmut Luft gemacht hatten, indem sie Obst und Gemüse nach den vorbeimarschierenden Neonazis warfen.

Felizitas Boie, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz fordert: „Wir brauchen eine verstärkte Auseinandersetzung mit Neonazistrukturen. Politik und Verwaltung dürfen sich nicht auf der selbstverständlichen Ablehnung von Rassismus ausruhen, sondern müssen aktiv Handlungsräume einschränken. Wir müssen immer wieder und so laut wir können gegen deutsche Opfermythen und offen zur Schau getragenen Antisemitismus aufbegehren. Täter sind keine Opfer!“