Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung sind oftmals Zielscheiben unbegründeten Hasses oder Diskriminierung und werden gezielt ausgeschlossen. Anlässlich dieses Protesttages will die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz auf diese Missstände aufmerksam machen und ruft zu einer inklusiven Gesellschaft ohne Ausgrenzung auf.
Um das Ziel einer Gesellschaft, an der jeder Mensch gleichermaßen teilhaben kann, zu erreichen, wurde im März von fünf Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention als Aktionsplan der BRD anerkannt. Deutschland hat sich mit Anerkennung dieser dazu verpflichtet, alle zur Verfügung stehenden Mittel zu verwenden, um eine Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft zu erwirken. Die Umsetzung jedoch ist defizitär. Noch immer gehören Stigmatisierung und Ressentiments zur Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung.
„Während in vielen anderen Staaten, Menschen mit Behinderung zum Alltag gehören und Schul- und Studienabschlüsse ablegen können, werden in Deutschland weiterhin Menschen mit Behinderung in Parallelgesellschaften abgeschoben und echte Inklusion gar nicht oder nur sehr langsam angegangen“erklärt Benjamin Buddendiek, Bildungsbeauftrager im Landesvorstand der GJ RLP.
Auch die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat erfreulicherweise die UN-Behindertenrechtskonvention explizit im Koalitionsvertrag aufgeführt.
„Integrations-Ministerin Irene Alt macht sich in Rheinland-Pfalz für Inklusion von Menschen mit Behinderung stark und bewirkt die Umsetzung des Aktionsplans. Wir begrüßen die Antidiskriminierungsstelle in RLP, die Aufklärung schafft und Diskriminierung gezielt bekämpft. Das sind unabdingbare Maßnahmen in Richtung inklusiver Gesellschaft ohne Vorbehalte. Dennoch sind wir längst nicht am Ziel.“, ergänzt Sprecherin Lisa Diehl.