keinmenschistillegalAnlässlich des internationalen Tags der Menschenrechte am 10.12.2013 erklärt die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz:

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie umfasst 30 Artikel, die die grundlegenden Rechte jedes einzelnen Menschen aufführen, unabhängig von „Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“.
Kurzum: Diese Rechte gelten für jede*n.

Dennoch leben wir auch heute noch in einer Welt, die von Diskriminierung, Ausgrenzung, Gewalt und Menschenfeinlichkeit geprägt ist. Während in der Menschenrechtserklärung Werte wie Gleichheit, Sicherheit, Freiheit, Geselligkeit und Existenzsicherung die zentralen Bestandteile bilden, sieht die Wirklichkeit anders aus:
Der 2013 erschienene Bericht von Amnesty International zeigt auf, dass weltweit Menschen in über 112 Ländern gefoltert oder misshandelt werden, in mehr als 80 Ländern ungerechten Gerichtsverfahren ausgesetzt sind und in mindestens 101 Ländern in ihrer freien Meinungsäußerung eingeschränkt sind, 57 hielten gewaltlose politische Gefangene in Haft. Auf der Flucht waren 2012 laut Amnesty 51 Millionen Menschen weltweit. Im Vergleich zu den Vorjahren, haben die Menschenrechtsverletzungen drastisch zugenommen. Diese und andere Fakten verweisen uns auf die Wirklichkeit, die bei weitem nicht der Menschenrechtserklärung gerecht wird.

Sprecherin Lisa Diehl erklärt dazu: „Berichte wie diese zeigen uns, dass die Verletzung der Menschenrechte trauriger Alltag vieler Menschen in der Welt ist. Natürlich kann der Bericht die Realität nicht genau wiedergeben, er weist uns aber auf die Negativentwicklung hin. Menschenrechtsverletzungen haben zugenommen. Das zeigt uns, dass wir endlich aktiv werden müssen und nicht mehr länger wegschauen können! Menschen wie Nelson Mandela und andere Menschenrechtsaktivist*innen haben uns gezeigt, dass es sich lohnt, den Kampf gegen die Menschenrechtsverletzung, für Gerechtigkeit aufzunehmen. Wir müssen die Rechte der Menschen in der Welt stärken und wahren und uns für die einsetzen, deren schlimme Realität aus Unterdrückung, Gewalt, Hunger und Diskriminierung besteht.“

Sprecher Janosh Schnee ergänzt: „Im direkten Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen steht die gegenwärtige Asylpolitik. Als Staat mit einer funktionierenden Menschenrechtspolitik müssen wir Menschen, die diese Sicherheit nicht erfahren, helfen. Das können wir praktisch nur durch eine faire Asylpolitik umsetzen, solange aber die Abschiebehaft durch Bundesgesetze vorgeschrieben ist, hat die Landesregierung trotz ihrer Bemühungen einen sehr eingeschränkten Handlungsspielraum. Deshalb ist es wichtig, dass jede*r für eine Welt ohne Grenzen aktiv wird, um den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Am 14. Dezember findet beispielsweise in Mannheim anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte eine Demo des Bündnisses gegen Abschiebung statt.“