Menschenkette blockiert Nazidemo – GRÜNE JUGEND RLP mit dabei

Am letzten Samstag, dem 02.12.06, wollte die NPD gegen den Bau einer Moschee in Wiesbaden demonstrieren, doch ihr Plan scheiterte kläglich. Mehr als 100 AntifaschistInnen stellten sich ihnen in den Weg. Schließlich wurden beide Demos durch die Polizei aufgelöst. Die GRÜNE JUGEND RLP, die vor Ort aktiv war, freut sich, dass die Naziroute stundenlang blockiert werden konnte und beklagt die übermäßige Härte bei der Räumung der Antifa-Blockade durch die Polizei.

Gegen 13.00Uhr fanden sich circa 50 Faschos am Bahnhof Wiesbaden-Bieberich ein. Zu diesem Zeitpunkt bildete sich bereits ein Blockade von mehr als 100 AntifaschistInnen auf der Autobahnbrücke zwischen Bahnhof und dem geplanten Standort der Moschee, also mitten auf der Naziroute. Infolgedessen ließ die Polizei die NPD zunächst nicht losmarschieren.

Die Stimmung bei der spontanen Brückenblockade war sehr fröhlich und entschlossen. Sie wurde noch besser, als ein Lautsprecherwagen zur Demo dazustieß. Über diesen wurde das klare Anliegen der Demonstranten verkündet, friedlich die Brücke zu blockieren und nicht zu weichen, solange die FaschistInnen in der Nähe sind.

Die Blockade hielt über zwei Stunden, bevor die Polizei mit dem Abdrängen der DemonstrantInnen in eine 100 Meter weit entfernte Zeitenstraße begann. Die Menschenketten der AntifaschistInnen drückte mit aller Macht dagegen, ohne dass es dabei zu gewaltätigen Übergriffen auf einzelne PolizistInnen kam.

Unnötigerweise setzte ein Polizist dabei Pfefferspray ein, wobei vier DemonstrantInnen schwere Augenreizungen erlitten. Ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND wurde durch das Pfefferspray leicht verletzt. Während die AntifaschistInnen noch nicht von der Strecke waren, wurde die Nazidemo bereits durch die Polizei aufgelöst. Sie hatten gegen Demoauflagen verstoßen. Es lässt sich nur darüber spekulieren, ob dieser Verstoß durch die mehr als zweistündige Blockade der Antifa provoziert wurde.

Die GRÜNE JUGEND RLP freut sich über die erfolgreiche Blockadeaktion und fordert weiterhin dazu auf, Faschismus couragiert entgegenzutreten auf der Straße, in den Parlamenten und überall im gesellschaftlichen Leben.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!