Pressemitteilung 02/2008 der GRÜNEN JUGEND RLP

GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert Rücktritt von Bahnchef Mehdorn

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz verurteilt Hartmut Mehdorns Ankündigung, aufgrund des Tarifabschlusses mit der Gewerkschaft GDL höhere Fahrpreise und Entlassungen durchsetzen zu wollen, aufs Schärfste.

„Herrn Mehdorns total überzogene Brandrede zeugt nur von seinem Frust und soll die beiden anderen großen Bahngewerkschaften GDBA und Transnet abschrecken ihre Tarifverträge nachverhandeln zu lassen. Außerdem versucht Mehdorn schon wieder die drei Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen.“, erklärt Anna Weiß, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.
„Es ist höchst verantwortungslos als Chef eines so großen Unternehmens wie der Deutschen Bahn AG mit den Ängsten der Menschen zu spielen und Entlassungen anzudrohen. UnternehmerInnen können nicht ständig Stellenstreichungen ankündigen, wenn Gewerkschaften ihre Rechte durchgesetzt haben- dies widerspricht dem Solidaritätsgedanken“, fügt Maximilian Pichl, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz an. „Auch eine weitere Erhöhung der Fahrpreise ist ökologisch und sozial
verantwortungslos. Nach dem kapitalistischen Hau-drauf-Prinzip werden irrationale Einsparungen und Preiserhöhungen gemacht, um die  Bahn für potentielle AktionärInnen attraktiv zu machen. Die Bahn verletzt damit ihre Aufgabe als öffentliche Dienstleistungsgesellschaft, den Menschen gerade in Anbetracht des Klimawandels unabhängig vom Geldbeutel umweltfreundliche Mobilität und Service zu gewährleisten“, so Pichl weiter.

„Hartmut Mehdorn hat während des gesamten Tarifkonfliktes immer wieder verantwortungslos gehandelt, indem er wie zuletzt am 24.12. des vergangenen Jahres immer wieder versucht hat das Streikrecht der GDL vor Gericht einschränken zu lasssen . Die vernünftigste Konsequenz wäre es,
dass er seine Fehler eingesteht und von seinem Posten als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn  AG zurücktritt“, so Anna Weiß abschließend.