Am 12.07.2016 wurde im Stadtrat die Anfrage von BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema Divestment in der Stadt Mainz beantwortet. Dazu erklärt der Mainzer Landtagabgeordnete und Stadtrat Daniel Köbler, sowie Tobias Schweitzer und Misbah Khan SprecherInnen der GRÜNEN JUGEND Mainz:
„Damit die Erderwärmung auf unter 2° Celsius begrenzt werden kann, müssen mindestens 2/3 aller heute bekannten fossilen Ressourcen, wie Kohle, Öl oder Gas, unter der Erde bleiben. Die aktuell getätigten Investitionen in fossile Brennstoffe zielen jedoch auf eine Nutzung dieser Ressourcen in einem viel größeren Stil ab. Wenn wir jedoch den Wetklimavertrag von Paris zur Erreichung des 1,5°-Ziels konsequent umsetzen, sind sehr viele Investitionen in Kohle, Öl und Gas nicht ökonomisch sowie unmoralisch, “ erklärt Tobias Schweitzer, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Mainz. „Als junge Generation wollen wir auch zukünftig in einem lebenswerten Mainz wohnen, das global denkt und lokal handelt. Daher hat auch unsere Stadt die Verantwortung, Steuergelder nicht in schädlicher Weise anzulegen. Wir fordern daher die Stadt Mainz auf, ihre schon existierenden Anlagerichtlinien zu einer Divestment-Strategie weiterzuentwickeln und ihre stadtnahen Unternehmen auf diese zu verpflichten, “ so Misbah Khan, Co-Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Mainz.“

 

„Eine Divestment-Strategie bedeutet, dass alle Finanzanlagen auf ökologische, soziale und ethische Kriterien hin geprüft und dementsprechend umgelegt werden. Gerade die öffentliche Hand hat eine besondere Verantwortung ihr Geld nachhaltig anzulegen.“, so der Mainzer Landtagsabgeordnete und Stadtrat, Daniel Köbler, „Die Stadt Mainz hat sich selbst Richtlinien für Finanzanlagen gegeben. Diese müssen nun zu einer Divestmentstrategie weiterentwickelt werden. Als Stadt sind wir hier auf einem guten Weg und ich bin zuversichtlich, dass wir mit unserem GRÜNEN Bürgermeister und Finanzdezernent Beck eine Divestment-Strategie entwickeln können.“