Ein Kommentar der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz anlässlich der neu entbrannten Veggieday-Debatte von Lena Engel, Sprecherin:

Die Frage die wir uns stellen sollte nicht heißen: Darf ich jemadem vorschreiben wie er*sie zu essen hat?

Die Frage sollte sein: Welche Ernährungsform kann ich persönlich mit meinem ethisch-moralischen, ökologischen und gesundheitlichen Gewissen vereinbaren? und Wer oder Was schreibt mir denn überhaupt irgendetwas vor?

„Vorgeschrieben“ wird uns unser Ernährungsstil offensichtlich von der Wirtschaft. Denn diese „zwingt“ uns durch spottbilliges Fleisch, schnell zuzubereitende Fertigprodukte und importierte Lebensmittel von regionalem Obst und Gemüse sowie vermeintlich aufwendig und zeitintensiv zuzubereitenden vollwertigen, abwechslungsreichen Mahlzeiten abzusehen, da für diese Zeit und Geld fehlen. Würden Ärzt*innen Körper oder unsere moralische Verantwortung unserem Planeten oder unseren Mitmenschen gegenüber unser Handeln beeinflussen, dann sähe das ganze anders aus. Ärzt*innen würden raten, nur einmal die Woche Fisch und Fleisch zu essen, da das eine unbedenkliche Menge ist, die nicht Bluthochdruck und Gefäßverfettung hervorruft. Unser Körper würde uns das ganze danken, da er gesund und vital ist. Die Umwelt wäre uns dankbar für die Reduktion der Treibhausgasemissionen, die für die Produktion von tierischen Produkten anfallen. Unsere Mitmenschen würden uns danken, weil wir in den Massentierhaltungsbetrieben nicht aberwitzige Mengen an Nahrungsmitteln und Wasser verschwenden die Menschen an anderer Stelle fehlen.

Ob wir also einen Veggieday brauchen? Vielleicht schon. Aber eigentlich brauchen wir ein Umdenken! Wir brauchen Aufklärungsarbeit und einen Konsumwandel.