Zum Thema Rassismus und Alltagsrassismus hat die Grüne Jugend Koblenz einen wichtigen Kommentar geschrieben:

In Deutschland macht sich Entsetzen über die sogenannten „Dönermorde“ breit. Demnach ist bekannt geworden, dass seit 1999 mindestens 10 Menschen mit Migrationshintergrund der rechtsradikalen „Nationalsozialistischen Untergrundbewegung“ zum Opfer gefallen sind. Es überrascht doch kaum, dass so etwas in Deutschland passieren konnte. In einem Land in dem rechtsextremistische Attentate als „Dönermorde“ dargestellt werden und in dem ein Rechtspopulist wie Sarrazin tatsächlich Erfolge vorweisen kann. Einen rassistischeren Titel hätte es wohl kaum geben können, wo doch grade mal zwei der Opfer in Döner-Läden arbeiten und nicht mal alle türkischer Abstammung waren. Es bedarf nun Einiges seitens der Regierung und der Gesellschaft um etwas gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland zu unternehmen.

Während einige mit einem NPD-Verbot nur vom eigentlichen Thema ablenken, machte Christian Wulff tatsächlich einmal einen guten Vorschlag eine öffentliche Gedenkveranstaltung für die Opfer des rechten Terrors stattfinden zu lassen. Wir müssen alle gemeinsam  ein Zeichen gegen rechts setzen um zu zeigen, dass wir Rassismus auf dieser Welt nicht tolerieren und nicht wie die zuständige Bundesministerin das Problem bei angeblichen LinksterroristInnen  und Deutschenhass sehen. Menschen wie Christina Schröder oder Horst Seehofer, der mit dem glorreichen Satz  “Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren – bis zur letzten Patrone.” auffiel, fördern Rassismus anstatt ihrer Verantwortung als PolitikerInnen gerecht zu werden und für Toleranz und Courage einzutreten.
Doch unsere gesamte Gesellschaft hat eine Verantwortung rechten Parolen entgegen zu treten und sich über so  glorreiche Begriffe wie „Dönermorde“ zu empören.

Wir alle müssen Ausländerfeindlichkeit wie sie uns jeden Tag begegnet, z.B. wenn ein Ausländer neben uns in der Schlange nicht in die Disco kommt, „weil die ja nur Ärger machen“ oder wenn  unser Gegenüber mal wieder von den faulen oder asozialen Ausländern spricht, verurteilen, sonst machen wir Rechtsterrorismus nur zu einem Spiegel unserer Gesellschaft.