Pressemitteilung 04/2008 der GRÜNEN JUGEND RLP

Kohlekraftwerk jugendpolitische Katastrophe!

GRÜNE JUGEND entschieden gegen das geplante Kohlekraftwerk

„Gerade aus jugendlicher Sicht betrachtet ist das geplante Kohlekraftwerk eine große Fehlinvestition für die KMW AG und somit auch für die Städte Mainz und Wiesbaden, die zu großen Teilen an der KMW beteiligt sind“, so Anna Weiß, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

 

Denn das Kraftwerk ist auf eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt um rentabel zu sein. Doch leider  hat die KMW bei ihrer Kalkulation versäumt, davon auszugehen, dass der Weltmarktpreis für Kohle  in den nächsten Jahren beträchtlich steigen wird. Und noch etwas kommt hinzu: Laut EG-Richtlinie werden die KraftwerksbetreiberInnen in Zukunft für ihre Emissionen bezahlen müssen. Auch das hat die KMW bei ihrer Planung nicht bedacht.

„Es kann nicht sein, dass  ein Energieunternehmen sein Streben nach Geschäftsausweitung auf dem Rücken der Mainzer Bevölkerung austrägt, welche die Mehrkosten ja in erster Linie finanzieren muss. Vor allen Dingen die heute jugendliche Generation wäre hiervon am stärksten betroffen, sie müsste ihr Leben lang mit den gesundheitlichen und finanziellen Belastungen zurecht kommen“, so Anna Weiß weiter.
Außerdem würde die Kohle nicht in Deutschland abgebaut, sondern aus Ländern wie Kolumbien oder Südafrika importiert, in denen unmenschliche Arbeitsbedingungen herrschen und nicht selten Kinderarbeit zum Einsatz kommt. Dies ist aus menschen- und gerade aus kinderrechtlicher Sicht nicht zu verantworten.
Die GRÜNE JUGEND Rheinland Pfalz fordert deshalb entschieden die Nichtgenehmigung des Kohlekraftwerks und ermutigt alle BürgerInnen der Stadt Mainz Einwendungen gegen den Bau desselben zu schreiben.