Kohlekraftwerk jugendpolitische Katastrophe!
GRÜNE JUGEND entschieden gegen das geplante Kohlekraftwerk

„Gerade aus jugendlicher Sicht betrachtet ist das geplante Kohlekraftwerk
eine große Fehlinvestition für die KMW AG und somit auch für die Städte
Mainz und Wiesbaden, die zu großen Teilen an der KMW beteiligt sind“, so
Anna Weiß, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz.

Denn das Kraftwerk ist auf eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt um rentabel
zu sein. Doch leider hat die KMW bei ihrer Kalkulation versäumt, davon
auszugehen, dass der Weltmarktpreis für Kohle in den nächsten Jahren
beträchtlich steigen wird. Und noch etwas kommt hinzu: Laut EG-Richtlinie
werden die KraftwerksbetreiberInnen in Zukunft für ihre Emissionen bezahlen
müssen. Auch das hat die KMW bei ihrer Planung nicht bedacht.

„Es kann nicht sein, dass ein Energieunternehmen sein Streben nach
Geschäftsausweitung auf dem Rücken der Mainzer Bevölkerung austrägt, welche
die Mehrkosten ja in erster Linie finanzieren muss. Vor allen Dingen die
heute jugendliche Generation wäre hiervon am stärksten betroffen, sie müsste
ihr Leben lang mit den gesundheitlichen und finanziellen Belastungen zurecht
kommen“, so Anna Weiß weiter.

Außerdem würde die Kohle nicht in Deutschland abgebaut, sondern aus Ländern
wie Kolumbien oder Südafrika importiert, in denen unmenschliche
Arbeitsbedingungen herrschen und nicht selten Kinderarbeit zum Einsatz
kommt. Dies ist aus menschen- und gerade aus kinderrechtlicher Sicht nicht
zu verantworten.

Die GRÜNE JUGEND Rheinland Pfalz fordert deshalb entschieden die
Nichtgenehmigung des Kohlekraftwerks und ermutigt alle BürgerInnen der Stadt
Mainz Einwendungen gegen den Bau desselben zu schreiben.