Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz hat sich auch dieses Jahr wieder an der Silent Climate Parade in Mainz am 30.05.2015 beteiligt, eine Klimaschutzdemo in Form einer Kopfhörerparty. Unser Sprecher Janosh Schnee war auch vor Ort und hat folgenden Beitrag verfasst:

Mit unverbindlichen Absichtserklärungen ist das Klima nicht zu retten, sei es auf dem G7-Gipfel vor einigen Wochen im bayrischen Elmau, oder im Rahmen der großen Klimakonferenz zum Jahresende in Paris. Statt heißer Luft und leeren Versprechungen brauchen wir endlich einen verbindlichen globalen Klimavertrag, der massive Emissionsreduktionen vorsieht und arme Länder unterstützt, sich an den Klimawandel anzupassen.

Doch das alleine wird nicht reichen: Die Industriestaaten müssen konsequent von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien umsteigen und ein großer Teil der Ressourcen muss ungenutzt im Boden bleiben. Unser Wirtschaftssystem muss sich grundlegend ändern und wir stehen vor einem gesellschaftlichen Wandel mit großen Herausforderungen auf allen Ebenen.

Die Zeit drängt: Je länger ernsthafte Klimaschutzmaßnahmen aufgeschoben werden, desto schlimmer werden die Folgen. Die drohende Klimakatastrophe ist vielleicht für uns nicht direkt greifbar, aber die Auswirkungen des Klimawandels durchaus! Schon jetzt zerstören sie die Lebensgrundlagen vieler Menschen, vor allem im globalen Süden und zwingen Menschen zur Flucht. Aber auch in den Industriestaaten wird es nicht bei ein paar zusätzlichen Unwettern bleiben. Die Klimakatastrophe wird auch uns existenziell treffen, früher oder später. Momentan sieht es nicht danach aus, dass das Ziel, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, erreicht werden kann. Sind kritische Kippunkte, wie beispielsweise das Auftauen von Permafrostböden, erstmal erreicht, gibt es kein Zurück mehr. Wenn wir so weitermachen, wie in den letzten Jahren, steuern wir eher auf 4-6 Grad zu, mit Folgen, die für die Menschheit nicht mal ansatzweise beherrschbar wären.

Vielleicht sollten wir uns einfach zurück lehnen, sehenden Auges die Katastrophe abwarten? Die Erde wird sicher auch ohne Menschen gut klarkommen. Aber wollen wir das? Dann doch lieber handeln!

Es ist höchste Zeit, anzupacken, die eigenen Handlungen im Alltag zu überdenken, sich zu widersetzen und den Protest auf die Straße und die Gesellschaft zu tragen. Niemand hat gesagt, dass das leicht wird, aber aussichtslos ist es (noch) nicht. Eine lebenswerte Zukunft, auch für kommende Generationen, ist möglich. Es gilt, gemeinsam dafür zu streiten, dass sie auch Realität wird!