Heute wurde die World Vision Studie Kinderstudie vorgestellt, die die Lebensverhältnisse von Kindern in Deutschland untersucht. Hinter der Studie steht u.a. Prof. Klaus Hurrelmann der bereits die Shell Jugendstudie mitherausgegeben hat.

Die Studie zeigt vor allem eines: die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen muss auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchgesetzt werden und die sozialen Verhältnisse von Jugendlichen wirken sich nicht nur auf ihre spätere berufliche Situation aus, sondern erzeugen auch psychologische Probleme, wie Angst oder Depressionen.

Die Tagessschau sagt dazu:

So formulieren Kinder aus „unteren Herkunftsschichten“ bereits Existenzängste. Am häufigsten haben sie Angst vor Arbeitslosigkeit der Eltern und vor schlechten Schulnoten. Kinder aus der „Oberschicht“ sorgen sich hingegen um die Umwelt oder um Armut in Deutschland ganz allgemein.

Hurrelmann macht in der Pressemitteilung der Studie auch deutlich, dass die gesamte Gesellschaft einen Bildungsauftrag im Hinblick auf die Kinder hat:

„Die schlechteren Startchancen von Kindern aus den unteren Herkunftsschichten prägen alle Lebensbereiche und wirken wie ein Teufelskreis. Wie ein „roter Faden“ zieht sich eine Stigmatisierung und Benachteiligung dieser Kinder durch das ganze Leben hindurch“, so der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hurrelmann. „Kinder aus den unteren Schichten sind häufig auf sich allein gestellt. Daher bedarf es des Engagements des ganzen Dorfes, um ein Kind stark zu machen, wie ein altes afrikanisches Sprichwort lautet. Ein schönes und anschauliches Bild, das wir als Ausgangspunkt unserer Überlegungen zur Verbesserung der Kinderpolitik in Deutschland genommen haben.“

Ein weiterer Teil der Studie hat sich mit dem Aspekt beschäftigt in welchen außerschulischen Betätigungsfeldern Kinder aktiv sind. Diese Grafik zeigt die Ergebnisse:

Statistik

Quelle: Tagesschau

Eine kurze Zusammenfassung der Studie findet sich hier:
Zusammenfassung World Vision Studie